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Steinwender C et al.  
Primärprävention des plötzlichen Herztodes mit implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren - Vernünftig oder MADIT?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (1-2): 30-34

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Keywords: DefibrillatorICDKardiologieKardioverterMADITPrimärpräventionRhythmologie

Mehrere in jüngerer Zeit publizierte Studien belegen die Überlegenheit des implantierbaren Cardioverter-Defibrillators gegenüber einer medikamentösen Therapie in der Primärprävention des plötzlichen Herztodes. Die Kollektive dieser Untersuchungen bestanden aus den bekannten Hochrisikopatienten im Postinfarktstadium mit höher- bis höchstgradig eingeschränkter Linksventrikelfunktion. MADIT II war die erste Studie, die auf eine aufwendige rhythmologische Risikostratifizierung verzichtete und dennoch in sämtlichen Subgruppen einen therapeutischen Benefit durch die Defibrillatortherapie nachwies. Die sich hierdurch ergebende Evidenz fand rasch Eingang in die Richtlinien der großen kardiologischen Gesellschaften. Ungelöst bleiben vorerst zwei große Probleme: 1. die Frage der Finanzierung einer Umsetzung dieser Richtlinien; 2. die weitere Strategie zur effektiven Primärprävention des plötzlichen Herztodes, da durch oben genannte Studien nur ein kleiner Prozentsatz der möglichen künftigen Opfer abgedeckt wird. Als Lösungsansatz bietet sich eine kostengünstige, auf die Erfordernisse der Primärprävention abgestimmte Defibrillator-Technologie an, die gemeinsam mit einer Vereinfachung der Implantationsprozedur die Kosteneffektivität zugunsten der Prophylaxe beeinflussen kann. Weiters müssen zusätzlich große Anstrengungen zur Identifizierung von zukünftigen Opfern des plötzlichen Herztodes vor ihrer ersten Arrhythmie-Episode unternommen werden.
 
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