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Georg P, Ludvik B  
Lipide und Diabetes

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2000; 7 (12): 519-522

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Keywords: ArterioskleroseCholesterinDiabetes mellitus Typ 2DyslipidämieKardiologieLipideLipidsenkungStudieTriglyzeride

Atherosklerose ist eine der häufigsten Komplikationen bei Diabetes und verantwortlich für erhöhte Morbidität und Mortalität. Diabetische Dyslipidämie führt zu erhöhten Triglyzeridspiegeln und zu verringerten HDL-Cholesterinspiegeln. Die LDL-Cholesterin-Konzentration unterscheidet sich zwar quantitativ nicht signifikant zwischen Diabetikern und Nichtdiabetikern, allerdings zeigen Typ-2-Diabetiker typischerweise überwiegend kleine, dichte LDL-Partikel mit größerer Affinität für Oxidation. Epidemiologische Studien haben gezeigt, daß Patienten mit Diabetes mellitus Typ-2 ohne kardiovaskuläre Erkrankungen in der Anamnese dasselbe Risiko für kardiale Ereignisse wie Nichtdiabetiker mit vorbestehender Herzkrankheit haben. Die erhöhte Inzidenz kardialer Erkrankungen bei Diabetikern, die höhere Sterblichkeitsrate und die höhere 1-Jahres-Mortalität bei Patienten mit Myokardinfarkt weisen deutlich auf die Wichtigkeit einer lipidsenkenden Therapie hin. Leider fußen die Grundlagen der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen bei Diabetikern lediglich auf pathophysiologischen Untersuchungen, interventionellen Studien an Nichtdiabetikern und Post-hoc-Subgruppenanalysen bei Diabetikern. Daher sind noch viele Fragen betreffend die Therapie der diabetischen Dyslipidämie offen. Jedenfalls aber zeigen die Studien, daß Cholesterinsenkung bei Diabetes mellitus Typ-2-Patienten zumindest so effektiv wie bei Nichtdiabetikern ist. Resultate von prospektiven Lipidsenkungs-Studien bei Diabetikern werden daher mit großem Interesse erwartet.
 
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