Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Zitzmann M, Nieschlag E  
Rauchende Männer - ein Fertilitätsrisiko

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2004; 1 (1): 9-12

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1: Rauchen - Schwangerschaftsrate



Keywords: AndrologieFertilitätMannNikotinReproduktionsmedizin

Zigarettenrauchen stellt ein gesundheitliches Risiko dar: Sowohl kardiovaskuläre als auch Krebserkrankungen häufen sich bei Nikotinkonsumenten. Zigarettenrauch führt auch zu Einschränkungen der Fertilität. Für Frauen wurde bereits früh gezeigt, daß sich sowohl die Chancen auf eine spontane Konzeption als auch für erfolgreiche assistierte Reproduktion vermindern. Auch Männer vermindern die Chancen auf eine potentielle Vaterschaft durch den Zigarettenkonsum, denn reduzierte Spermienfunktion und Schädigung des Erbmaterials sind die Folge. Dies wird sowohl durch verminderte Chancen auf spontane Schwangerschaften der Partnerin als auch durch ein verdoppeltes Risiko für Fehlschläge der assistierten Reproduktion dokumentiert. Dabei spielt es wegen der multiplen Beeinträchtigungen der Spermien keine Rolle, ob die Eizellen durch In-vitro-Fertilisation oder intrazytoplasmatische Spermieninjektion befruchtet werden. Das Aufgeben des Nikotinkonsums führt frühestens nach 2 Jahren zu besseren Erfolgsaussichten. Wegen der Belastung der Partnerin und den erhöhten Kosten bei eventueller assistierter Fertilisation stellt das Zigarettenrauchen bei Männern neben den schon bekannten Risiken für die eigene Gesundheit ein für die Fortpflanzung bedenkliches Verhalten dar.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung