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Dahl E et al.  
Die präkonzeptionelle Geschlechtswahl zu nichtmedizinischen Zwecken: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage in Deutschland

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2004; 1 (1): 20-23

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Keywords: DeutschlandEthikGeschlechtswahlMicrosortRechtSoziologieSpermienseparation

MicroSort (R), ein anscheinend sicheres und zuverlässiges Verfahren zur zytometrischen Trennung von X- und Y-Spermien, könnte schon bald das Interesse an der präkonzeptionellen Geschlechtswahl zu nichtmedizinischen Zwecken erhöhen. Es wird weithin angenommen, daß ein freier Zugang zu einer solchen Technologie das natürliche Gleichgewicht der Geschlechter stören werde. Damit es zu einem Ungleichgewicht des Geschlechterverhältnisses kommen kann, müssen jedoch mindestens zwei Bedingungen erfüllt sein. Erstens muß es eine statistisch signifikante Präferenz für Kinder eines ganz bestimmten Geschlechts geben und zweitens muß ein entsprechend hohes Interesse an der vorgeburtlichen Geschlechtswahl bestehen. Um zu prüfen, ob diese beiden Bedingungen erfüllt sind, haben wir eine repräsentative Bevölkerungsumfrage in Deutschland durchgeführt. Nach unseren Umfrageergebnissen gibt es keine signifikante Präferenz für Kinder eines bestimmten Geschlechts und nur ein geringes Interesse an der vorgeburtlichen Geschlechtswahl zu nichtmedizinischen Zwecken. Unter der Voraussetzung, daß unsere Daten die tatsächliche Einstellung der Bevölkerung widerspiegeln, würde ein freier Zugang zur präkonzeptionellen Geschlechtswahl nur einen marginalen sozialen Effekt in Deutschland haben.
 
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