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Hammadeh ME et al.  
Der Einfluß verschiedener Gefriermethoden bezüglich Morpholigie und Chromatinintegrität auf menschliche Spermatozoen von fertilen und subfertilen Männern

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (4) (Ausgabe für Schweiz): 27-33
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2000; 7 (6) (Ausgabe für Österreich): 30-37

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Keywords: AndrologieKryokonservierungSpermienqualitätUrologie

Einige Autoren haben gezeigt, daß die computergesteuerte Einfriermethode die Spermienqualität besser aufrechterhält als die Stickstoffdampf-Methode. Andere haben keinen Vorteil festgestellt, zumindest bei menschlichen Spermien. Das Ziel dieser Arbeit war es, zum einen negative Einflüsse der Einfrier-Auftau-Prozedur festzustellen (Kryoschädigung), zum anderen herauszufinden, ob es einen Unterschied zwischen der computergesteuerten Einfrier-Auftau-Technik und der Stickstoffdampf-Technik in Hinblick auf Chromatin- und Morphologieveränderungen sowohl von fertilen als auch von subfertilen Männern gibt. Die Studie umfaßt 37 Spermaproben, 22 nachweislich fertiler Spender (Kontrollgruppe, G2) und 15 Proben von Patienten mit Fertilitätsstörungen (G1), beurteilt nach WHO Richtlinien (1992). Die Proben wurden mit dem Kryoprotektivum Glycerol (HSPM) 1:1 gemischt und jeweils in Stickstoffdampf und mit einer biologischen Friermaschine (Planer Serie 10) eingefroren. Vor und nach dem Einfrier-Auftau-Vorgang wurden mehrere Ausstriche angefertigt, um die Morphologie (strict criteria, Kruger 1986) und die Chromatinkondensation mittels Acridine-Orange-Färbung auszuwerten. Der Anteil an kondensiertem Chromatin im nativen Sperma der fertilen Probanden zeigte einen signifikanten Abfall (p < 0,001) von 94,1 % ± 7,0 auf 89,1 % ± 8,1 nach Einfrieren mit der biologischen Friermaschine und auf 89,1 % ± 7,7 nach Einfrieren mit Stickstoffdampf. Die entsprechenden Werte der subfertilen Probanden zeigten die gleiche Tendenz und fielen ebenso signifikant (p = 0,001) von 80,4 % ± 9,9 auf 72,7 % ± 10,1 bzw. 62,7 ± 10,1 ab. Die Morphologie der Spermien zeigte die gleich Tendenz: Die Anzahl der morphologisch normalen Spermien (27,9 % ± 6,5), eingefroren mit der biologischen Friermaschine, zeigte in der fertilen Gruppe einen signifikanten Abfall (p = 0,001) auf 21,1 % ± 4,7 (mittlerer prozentualer Abfall auf 65 %) und nach Einfrieren mit Stickstoffdampf auf 20,2 % ± 4,7. In der subfertilen Gruppe war der Kryoschaden höher als in der Kontrollgruppe, die Werte fielen hier ebenfalls signifikant (p = 0,001) von 15,1 % ± 6,5 auf 9,7 % ± 4,2 nach Einfrieren mit der biologischen Friermaschine und auf 8,9 % ± 4,5 nach Einfrieren mit Stickstoffdampf ab. Dennoch ist festzustellen, daß sich der Kryoschaden hinsichtlich Morphologie und Chromatinstruktur der Spermatozoen zwischen beiden Methoden nicht signifikant unterscheidet. Die Einfrier-Auftau-Prozedur führt zu einem negativen Effekt (Schädigung) auf die Morphologie und die Chromatinstruktur sowohl bei subnormalen als auch bei normalen Probanden. Beim Vergleich der beiden Einfrier-Auftau-Techniken zeigte sich kein signifikanter Unterschied bezüglich der Morphologie und dem Anteil an kondensiertem Chromatin bei Anwendung des Acridin-Orange-Test sowohl in der fertilen als auch in der subfertilen Gruppe. Daher kann man beide Methoden für die Einfrier-Auftau-Prozedur im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin gleichermaßen anwenden.
 
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