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Amso NN et al.  
Endometriumablation mittels thermischer Uterusballontherapie zur Behandlung der Menorrhagie: Langzeit-Multicenter-Follow-up-Studie

Journal für Menopause 2004; 11 (1) (Ausgabe für Schweiz): 36-42

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Keywords: AblationBallontherapieEndometriumHysterektomieMenopauseMenorrhagieStudieThermachoiceUterus

Hintergrund: Berichte von Beobachtungs- und randomisierten Studien mit Endometriumablation mittels thermischer Ballontherapie (UBT) ließen gute Ergebnisse erwarten, da diese Therapie bei den Patientinnen zu normaler oder sogar schwächerer Regelblutung und somit größerem Wohlbefinden führte. Aufgrund der geringen Patientinnenanzahl und der Kürze des Follow-up standen Langzeit-Follow-up-Daten nur in begrenztem Ausmaß zur Verfügung. Wir präsentieren Langzeit-Follow-up-Daten (4 ± 6 Jahre) einer Gruppe von Frauen, die bereits früher mit UBT bei Menorrhagie behandelt worden waren. Methodik: Von 260 Fragebögen, die an Frauen in 10 Zentren versandt wurden, die für das Langzeit-Follow-up in Frage kamen, wurden 188 (72 %) beantwortet. Hauptzielparameter war die Vermeidung der Hysterektomie. Ergebnisse: Von den Frauen, die auf den Fragebogen antworteten, hatten sich 25 einer Hysterektomie unterzogen und bei 21 war eine mehrmalige Ablation vorgenommen worden. 4–6 Jahre nach der UBT betrug die Wahrscheinlichkeit, daß eine Hysterektomie vermieden werden konnte, bei allen Frauen 86 %, und die Wahrscheinlichkeit, eine neuerliche Ablation zu vermeiden, betrug bei Frauen, die sich noch keiner Hysterektomie unterziehen mußten, 88 %. Insgesamt betrug die Wahrscheinlichkeit der Vermeidung eines chirurgischen Eingriffs 75 %. Bei Frauen mit axial gedrehtem oder retrovertiertem Uterus ist das Risiko einer Hysterektomie oder einer neuerlichen Ablation größer. Von den Teilnehmerinnen hatten 47 % der Frauen, an denen keine Hysterektomie vorgenommen worden war, keine Regelblutung, 30 % hatten eine schwache Regelblutung, 13,6 % hatten eine normale und 8,5 % eine starke Regelblutung. Schlußfolgerung: Dies ist der erste Langzeit-Follow-up-Bericht über das Endometriumablationsverfahren der zweiten Generation; er bestätigt unsere ursprünglichen Erfahrungen. Die hohe Vermeidungsrate einer Hysterektomie auf 5 Jahre und darüber hinaus ist ein sehr ermutigendes Kriterium für diese Technologie.
 
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