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Rehn A, Hess T  
Das gestielte Myom - Zwei besondere Differentialdiagnosen

Journal für Fertilität und Reproduktion 2004; 14 (1) (Ausgabe für Österreich): 20-24
Journal für Fertilität und Reproduktion 2004; 14 (1) (Ausgabe für Schweiz): 15-17

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Abb. 1: Schwannom Abb. 2: Schwannom Abb. 3: Schwannom Abb. 4: Leiomyomatöse Omentum majus-Neoplasie Abb. 5: Leiomyomatöse Omentum majus-Neoplasie



Keywords: DiagnoseFallberichtFertilitätgestieltes MyomLeiomyomOmentum majusSchwannomTumor

Zur präoperativen Abklärung eines unklaren Unterbauchtumors stehen uns diverse Abklärungsmethoden zur Verfügung. Trotzdem werden wir intraoperativ immer wieder überrascht. – Fall Nummer 1: 32jährige Patientin, welche schon seit Jahren wegen bekannter Spondylolisthesis konservativ behandelt wurde. Ein Zufallsbefund im Rahmen der gynäkologischen Jahreskontrolle zeigte eine unklare Raumforderung im Bereich der rechten Adnexe. Sonographisch und in der MRT-Untersuchung wurde der Verdacht auf ein gestieltes Myom geäußert, intraoperativ fand sich aber ein großer retroperitonealer Tumor, welcher retrospektiv bereits auf älteren Röntgenbildern zu sehen war. Histologisch handelte es sich um ein Schwannom. – Fall Nummer 2: 46jährige Patientin mit im Rahmen der gynäkologischen Jahreskontrolle festgestellter Raumforderung parauterin rechts. Präoperativ wurde mittels Ultraschall und Computertomographie die Diagnose eines gestielten Myoms gestellt. Intraoperativ fand sich ein kugeliger Tumor im Omentum majus, welcher histologisch die Diagnose einer leiomyomatösen Neoplasie des Omentum majus ergab. In beiden Fällen wurde präoperativ die Diagnose eines gestielten Myoms gestellt, intraoperativ jedoch nicht bestätigt. Die Differentialdiagnose des gestielten Myoms ist sehr breit und verlangt unbedingt den Nachweis eines Stiels durch bildgebende Verfahren. Außerdem läßt sich anhand der beiden Fallbeispiele zeigen, daß wir trotz vieler präoperativer Abklärungsmöglichkeiten nicht vor intraoperativen Überraschungen gefeit sind.
 
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