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Kiefer I  
Möglichkeiten der Beeinflussung des Ernährungsverhaltens und der Nährstoffaufnahme durch Ernährungsberatung und deren präventive Konsequenzen

Journal für Ernährungsmedizin 2000; 2 (5) (Ausgabe für Österreich): 11-17

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Keywords: ErnährungsberatungErnährungsmedizinNährstoffaufnahmePrävention

Durch eine 9wöchige Ernährungsberatung wurde für 154 Klienten im ersten Schritt der Ist-Zustand des Ernährungsverhaltens analysiert und durch Ernährungsberatung optimiert, um aufzuzeigen, welchen Nutzen eine professionelle Beratung mit sich bringt. Ein Vergleich von 7-Tages-Protokollen am Beginn, in der 5. Woche und in der 9. Woche zeigt eine Abnahme der Energiezufuhr von 1655 ± 573 kcal/d auf 1339 ± 436 kcal/d bei Beratungsende (p < 0,0001). Die Zufuhr von Eiweiß stieg von 15,9 Energieprozent auf 17,6 En% (p < 0,0001), weiters erhöhte sich die Zufuhr von Kohlenhydraten von 42,3 En% auf 44,1 En% (p < 0,05). Die Zufuhr an Fetten konnte von 37,8 En% auf 34,7 En% (p < 0,0001) gesenkt werden. Weiters kam es zu einer signifikanten Abnahme der Cholesterinzufuhr (von 323 mg/d auf 252 mg/d). Während der Beratung kam es auch mit Ausnahme von Retinol, Vitamin E und Fluorid bei der Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu einer signifikanten Zunahme der Nährstoffdichten, wobei die größten Veränderungen zwischen der ersten und fünften Beratungswoche erfolgten. Die Zufuhr von Ballaststoffen, Folat, Kalzium, Jod und Fluorid lag auch noch bei Beratungsende unter der empfohlenen Zufuhr. Während der Beratung kam es auch zur positiven Veränderung des Eßverhaltens. Die kognitive Kontrolle konnte erhöht, die Störbarkeit im Eßverhalten und die erlebten Hungergefühle gesenkt werden. Die Nahrungspräferenzen konnten in Richtung fettarme und ballaststoffreiche Nahrungsmittel verändert werden. Die Ergebnisse zeigen, daß eine professionelle Ernährungsberatung die Nahrungsauswahl positiv verändern und damit einen wesentlichen Beitrag zur Prävention leisten kann.
 
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