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Leisch F  
Karotisstenting aus der Sicht des Kardiologen 2004

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (5): 196-199

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Keywords: Arteria carotisKardiologieKarotisStent

Obwohl die Berichte über den Karotisstent zahlreich und günstig sind, ist diese Behandlungsmethode wegen fehlender randomisierter Vergleichsstudien mit der Karotischirurgie noch nicht allgemein akzeptiert. Werden die Ergebnisse von Chirurgie und Stent verglichen, so ergeben sich etwa die gleichen schweren Komplikationsraten (unter 5 %) für beide Methoden. Durch die Einführung von zerebralprotektiven Filtersystemen und selbstexpandierenden Stents konnten die zerebralen Komplikationen des Stents weiter gesenkt werden. Eine kürzlich vorgestellte randomisierte Studie bei chirurgischen Risikopatienten (SAPPHIRE-Studie) zeigte, daß die Komplikationsraten des Stents mit zerebraler Protektion deutlich niedriger waren als die der Karotischirurgie (5,8 % vs. 12,6 %). Die Intervention durch den Kardiologen ist dann von Vorteil, wenn zusätzlich zum Karotisstent eine Koronarangiographie oder eine koronare Intervention durchgeführt werden soll. Einen weiteren Vorteil bieten die Kombinationsinterventionen in anderen Gefäßgebieten. Durch die zunehmende Erfahrung der Durchführenden und weitere technische Verbesserungen ist zu erwarten, daß der Karotisstent in den nächsten Jahren die Therapie der Wahl bei morphologisch geeigneten symptomatischen und asymptomatischen ACI-Stenosen werden wird.
 
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