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Kapral C et al.  
Faecales Lactoferrin bei akuter Diarrhoe: Rationalisierung von Stuhlkulturen und Hilfestellung für Therapieentscheidungen - Eine prospektive Untersucher-geblindete Studie

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2004; 2 (2): 11-14

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Keywords: DiarrhoeFäzesGastroenterologieLactoferrinStudieStuhlkulturTherapie

Eine akute inflammatorische Diarrhoe, die durch invasive Erreger verursacht wird, bedarf einer raschen und gezielten Therapie. Als Goldstandard für den Erregernachweis gilt die Stuhlkultur, deren Ergebnis im klinischen Alltag zur Therapieentscheidung aber zu spät kommt. Im Gegensatz dazu ist das Ergebnis von faecalem Lactoferrin unmittelbar verfügbar. Lactoferrin ist ein aus Leukozyten stammendes Protein, das bei jedem intestinalen inflammatorischen Prozeß in das Darmlumen freigesetzt wird. Es kann mittels eines Latex-Agglutinationstests im Stuhl nachgewiesen werden. Faecales Lactoferrin wurde parallel mit jeder Stuhlkultur in einem Zeitraum von 44 Monaten bei 189 erwachsenen Patienten, die aufgrund einer nicht antibiotisch anbehandelten akuten Diarrhoe in unserem Krankenhaus stationär aufgenommen wurden, bestimmt. Für Lactoferrin ergab sich ein negativer Vorhersagewert von 94,9 %. Wir schließen daraus, daß bei einem negativen Lactoferrin-Test bei akuter Diarrhoe zumeist auf eine Stuhlkultur und auf eine antibiotische Therapie verzichtet werden kann. Mit der Bestimmung von Lactoferrin ist einerseits ein rasch verfügbarer kostengünstiger Parameter zur Hilfestellung für Therapieentscheidung verfügbar, andererseits können dadurch gleichzeitig Kosten für Stuhlkulturen eingespart werden.
 
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