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Kissler S et al.  
Wird der Menopausenstatus bei Patientinnen mit Mammakarzinom korrekt bestimmt? Diskrepanz zwischen chronologischem und biologischem Alter

Journal für Menopause 1999; 6 (3) (Ausgabe für Schweiz): 21-26
Journal für Menopause 1999; 6 (3) (Ausgabe für Deutschland): 19-24
Journal für Menopause 1999; 6 (3) (Ausgabe für Österreich): 22-27

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Keywords: MammakarzinomMenopause

Unter der Vorstellung, daß es sich beim Mammakarzinom um einen hormonabhängigen Tumor handelt, ist der Menopausenstatus der Patientin von entscheidender Bedeutung für die Wahl der Therapie. Obwohl Postmenopause und Menopause endokrinologisch definierte Begriffe darstellen, wurde von der Konsensus-Konferenz (St. Gallen/Schweiz, 1992) für die Therapieempfehlungen der Patientinnen mit Mammakarzinom der Beginn der Postmenopause ohne genaue Definition aufgrund des Lebensalters von 50 Jahren festgelegt. Unsere Arbeit zeigt, daß bei der Festlegung des Menopausenstatus allein durch das Lebensalter bei Patientinnen mit Mammakarzinom eine Fehleinschätzung von bis zu 30 % gegenüber der Festlegung des Beginns der Postmenopause durch erhöhte FSH-Spiegel vorliegen kann. In der Gruppe der Patientinnen ohne Mammakarzinom kommt es zu einer Abweichung von Lebensalter und Postmenopausenstatus von 21 % (p < 0,01). Wenn die endokrine Situation in der Behandlung des Mammakarzinoms eine Rolle spielt, ist das Lebensalter der ungenaueste Parameter für die exakte Festlegung des Beginns der Postmenopause. Da die Menopause als endokriner Vorgang zu betrachten ist, sollte der Menopausenstatus deshalb nach biologisch-endokrinen und nicht nach chronologischen Kriterien erfolgen.
 
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