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Krämer S et al.  
Operative Therapie des Mammakarzinoms bei älteren Frauen - Erfahrungen aus Erlangen und Nürnberg

Journal für Menopause 2004; 11 (2) (Ausgabe für Österreich): 10-16
Journal für Menopause 2004; 11 (2) (Ausgabe für Deutschland): 9-15
Journal für Menopause 2004; 11 (2) (Ausgabe für Schweiz): 12-18

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Abb. 1: Onkoplastische Operation Abb. 2: Mammakarzinom - Operative Therapieoptionen



Keywords: AlterChirurgieErlangenMammakarzinomNürnbergOnkologieOperationPrognoseRisikoStudieältere Frau

Die brusterhaltende Therapie stellt heute als Ergebnis mehrerer prospektiv randomisierter Studien den Standard in der Behandlung des Mammakarzinoms bei jüngeren Frauen dar. Umfangreiche Kontroversen bestehen demgegenüber bezüglich des optimalen Vorgehens bei älteren Frauen. Ungeachtet der hohen Prävalenz des Mammakarzinoms in der Gruppe der älteren Frauen, wurden diese nahezu immer von der Teilnahme an klinischen Therapiestudien zur Definition evidenzbasierter Therapieleitlinien ausgeschlossen. Operative Therapieempfehlungen werden bei älteren Patientinnen mit Mammakarzinom in Abhängigkeit von Begleitmorbidität, funktionellem Status, Lebenserwartung, Lebensqualitätsaspekten, psychosozialen und ökonomischen Aspekten und einer oftmals unbegründeten Annahme therapiebezogener Morbidität und Mortalität modifiziert. Bei den beiden generellen Vorgehensweisen in der operativen Therapie werden Methoden mit eingeschränkter Radikalität dem operativen Standardvorgehen bei jüngeren Patientinnen (brusterhaltende Therapie oder Mastektomie, onkoplastische und rekonstruktive Operationen, Axillachirurgie) gegenübergestellt. Zu den Methoden mit eingeschränkter Radikalität bei älteren Patientinnen werden Tumorektomie, Segmentektomie oder Quadrantektomie ohne nachfolgende Radiotherapie, Tumorektomie und Tamoxifen oder eine reine, primäre Tamoxifentherapie gerechnet. Basierend auf einer subjektiven Fehleinschätzung der individuellen Bedeutung von Begleitmorbiditäten und internistisch-geriatrischen Aspekten werden in der klinischen Praxis oftmals unbegründet solche Methoden mit eingeschränkter Radikalität bei älteren Patientinnen mit Mammakarzinom im Gegensatz zu etablierten operativen Therapiestandards eingesetzt. Basierend auf unseren eigenen Erfahrungen im Vergleich zur Literatur sollen relevante Prognosefaktoren und operative Methoden (brusterhaltende Operation, onkoplastische und rekonstruktive Operationstechniken, Axilladissektion und Sentinel-Lymph- knotenbiopsie, experimentelle minimalinvasive Operationen) in der Behandlung des Mammakarzinoms bei älteren Frauen diskutiert werden.
 
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