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Knocke-Abulesz TH  
Aktuelle Entwicklungen in der Strahlentherapie des Prostatakarzinoms: HDR-Brachytherapie

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (2) (Ausgabe für Österreich): 18-21
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (2) (Ausgabe für Schweiz): 17-20
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (2) (Ausgabe für Deutschland): 15-18

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Abb. 1: Prostatakarzinom - HDR-Brachytherapie Abb. 2: Prostatakarzinom - HDR-Brachytherapie



Keywords: AndrologieHDR-BrachytherapieOnkologieProstatakarzinomStrahlentherapieUrologie

In der primären Therapie des Prostatakarzinoms ist die Seed-Implantation neben der radikalen Prostatektomie und der konformalen 3D-geplanten Teletherapie in den letzten Jahren insbesondere bei den lokal begrenzten Tumoren die dritte etablierte Behandlungstechnik geworden. In den USA werden bereits fast ein Drittel der Patienten mit dieser Technik behandelt. Im Gegensatz hierzu wurde in der Strahlentherapie in den letzten beiden Jahrzehnten die Langzeit-Implantation von Nukliden bei den meisten Tumoren zugunsten der fraktionierten Afterloading-Bestrahlung in "high dose rate" (HDR-) Technik ersetzt – wobei partiell für HNO- und gynäkologische Tumoren die HDR-Technik als "pulse-dose-rate" (PDR-) Verfahren modifiziert wird, um die biologischen Vorteile der LDR- und die technologischen Vorteile der HDR-Anwendung zu vereinen. Vorteile der Methode im Vergleich zur Seed-Implantation sind: – Niedrigere Kosten, allgemeine Verfügbarkeit, – Idealer Strahlenschutz, – Zuverlässige Dosisverteilung, – Keine Migration von Seeds, – Durchführbar auch nach TURP, – Durchführbar bei manifesten Lokalrezidiven. Allerdings liegen bisher nur vereinzelte klinische Ergebnisse beim Prostatakarzinom vor, die zeigen, daß eine lokale Dosiserhöhung in Kombination mit der Teletherapie eine Verbesserung der lokalen Kontrolle bei kapselüberschreitenden Tumoren ermöglicht. Inwieweit der Einsatz der Technik bei Lokalrezidiven zu langandauernden Remissionen führen kann, ist Gegenstand von laufenden Untersuchungen. Der Ersatz der Seed-Implantation durch eine 2-tägige fraktionierte Brachytherapie mit vier Bestrahlungen ist derzeit Gegenstand einer prospektiven Studie, deren erste Langzeitergebnisse in diesem Jahr erwartet werden.
 
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