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Schlick RW, Seidl E  
Zur Fournier'schen Gangrän

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (2) (Ausgabe für Österreich): 22-28
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (2) (Ausgabe für Schweiz): 21-27
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (2) (Ausgabe für Deutschland): 19-25

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Abb. 1: Fournier'sche Gangrän - Therapie Abb. 2: Fournier'sche Gangrän Abb. 3: Fournier'sche Gangrän Abb. 4: Fournier'sche Gangrän Abb. 5: Fournier'sche Gangrän Abb. 6: Fournier'sche Gangrän



Keywords: ChirurgieFallberichtFourniersche GangränNekroseNekrotisierende FasziitisTherapieUrologie

Die Fournier'sche Gangrän ist ein seltenes Krankheitsbild, gekennzeichnet durch eine foudroyant nekrotisierende Entzündung des Kutan- und Subkutangewebes im Bereich der Genitoanalregion. Ätiologisch handelt es sich zumeist um eine Mischinfektion mit Anaerobiern und Aerobiern, wobei die tragende Rolle der Präsenz von Streptokokken zuzukommen scheint. Als ein wesentlicher Faktor scheint eine existente Immunabwehrschwäche unterschiedlicher Genese zu fungieren. Die Behandlung besteht – neben einer obligat intensivmedizinischen Betreuung – in einer frühzeitig einsetzenden großzügigen Exzision der betroffenen Nekrosen und des infizierten Gewebes sowie in einer simultan einsetzenden, breitflächigen, antibiotischen Abdeckung. Selten sind verstümmelnde Eingriffe wie eine Penektomie oder Orchiektomie erforderlich, so daß sekundäre plastisch-rekonstruktive Eingriffe gute kosmetische Resultate versprechen. Unbehandelt führt die Erkrankung zur Sepsis und endet in bis zu 60 % der Fälle letal. Anhand von 10 eigenen Erkrankungsfällen und anhand einer Literaturübersicht wird die Diskussion über Ätiologie, Diagnostik und die notwendigen Behandlungsmodalitäten dargestellt.
 
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