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Etablierte Therapieoptionen bei postmenopausaler Osteoporose

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2004; 11 (2): 11-16

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Keywords: AlendronatBisphosphonatEtidronatFrauKnochendichteMineralstoffwechselOsteologieOsteoporosePostmenopauseRaloxifenRisedronatTeriparatidTherapie

Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, deren schwerwiegendste Komplikation im Auftreten von Frakturen nach inadäquatem Trauma liegt. Typische Prädilektionsstellen osteoporotischer Frakturen sind die Wirbelkörper, der distale Unterarm, sowie die Hüfte. Am stärksten betroffen ist hierbei die Bevölkerungsgruppe weißer postmenopausaler Frauen. Das Risiko einer fünfzigjährigen Frau, eine osteoporotische Fraktur zu erleiden, liegt bei rund vierzig Prozent. In den westlichen Ländern liegt die Inzidenz osteoporotischer Frakturen höher als die Inzidenz von Herzinfarkt, Schlaganfall und Mammakarzinom zusammen. Dementsprechend umfangreich ist mittlerweile auch das Angebot an pharmakologisch wirksamen Substanzen, welche zur Therapie der Osteoporose zur Verfügung stehen. Die Wirksamkeit dieser Pharmaka wird an deren Fähigkeit zur Frakturrisiko-Reduktion gemessen. Eine Reduktion des Hüftfrakturrisikos konnte für Alendronat und Risedronat, sowie bei Vitamin D-defizienten postmenopausalen Frauen für eine Kombination aus 1.200 mg Kalzium mit 800 I.U. Vitamin D gezeigt werden. Eine Reduktion des vertebralen Frakturrisikos ist unter Alendronat, Risedronat, Raloxifen und Teriparatid sowie mit großer Wahrscheinlichkeit auch unter Etidronat sowie Lachs-Calcitonin-Nasalspray zu erwarten. Im Hinblick auf eine Antifraktur-Wirksamkeit einer Hormonersatztherapie stehen derzeit keine ausreichend aussagekräftigen Studienergebnisse zur Verfügung. Die zusätzliche Verabreichung von Kalzium und Vitamin D wird allgemein als eine sinnvolle Therapie-Ergänzung insbesonders bei entsprechenden Mangelzuständen angesehen.
 
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