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Goriup U  
Kurz und Informativ: Beikost im ersten Lebensjahr

Journal für Ernährungsmedizin 2004; 6 (2) (Ausgabe für Österreich): 30-34
Journal für Ernährungsmedizin 2004; 6 (2) (Ausgabe für Schweiz): 23-27

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Abb. 1: Gewichtskurve - Gestillter Säugling



Keywords: BeikostErnährungsmedizinSäuglingSäuglingsernährung

Der Begriff "Beikost" wurde von Adalbert Czerny für die Ergänzungsnahrung eines Säuglings zur Milchmahlzeit geprägt. In den ersten vier Lebensmonaten soll aus ernährungsphysiologischen Gründen und aufgrund des wissenschaftlich belegten erhöhten Allergierisikos keinerlei Beikost eingeführt werden. Der Nährstoffgehalt der Muttermilch/Säuglingsanfangsnahrung ist aber ab dem 5. Lebensmonat nicht mehr optimal. Da nach heutigem Wissensstand nicht evident ist, daß das Hinauszögern der Beikostmahlzeit nach dem vierten Lebensmonat eine allergiepräventive Wirkung hat, soll im fünften bis sechsten Lebensmonat, sowohl bei gestillten als auch bei nichtgestillten Kindern, schrittweise Beikost eingeführt werden. Jeweils wird nach einer Eingewöhnungsphase eine Milchmahlzeit durch eine Beikostmahlzeit ersetzt. Da Karotten alleine, die in der Praxis weit verbreitet als erste Beikost verwendet werden, die nun fehlenden Nährstoffe nicht zu ergänzen vermögen, soll als erste Beikostmahlzeit eine Gemüse-Kartoffel (od. Reis)-Fleisch-Breimahlzeit gegeben werden, wobei die Nährstoffe einige Zeit unverändert bleiben und dann schrittweise nach Wunsch erweitert werden. Die zweite Beikostmahlzeit ist die Obstmahlzeit (Obstsorten einzeln nacheinander in die Nahrung einführen). Der Nährstoffgehalt in den nun verbleibenden zwei Milchmahlzeiten (insgesamt nicht mehr als 500 ml/Tag) zusammen mit den beiden Beikostmahlzeiten (zusammen ca. 500 g/Tag) entspricht in einer ausgewogenen Tagesernährung optimal der empfohlenen Nährstoffzufuhr. Der zusätzliche Flüssigkeitsbedarf von 200 ml/Tag soll mit Wasser oder ungesüßtem Tee gedeckt werden. Ein "Nuckelfläschchen" soll nicht verwendet werden. Diese Empfehlungen zur Beikosteinführung gelten sowohl für gesunde Kinder als auch für Kinder mit Atopierisiko.
 
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