Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Bals-Pratsch M et al.  
Nachwuchssituation in Gynäkologischer Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2004; 1 (2): 120-126

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1: Fragebogen - Nachwuchssituation - Reproduktionsmedizin Abb. 2: Reproduktionsmedizin - Gynäkologische Endokrinologie Abb. 3: Reproduktionsmedizin - Gynäkologische Endokrinologie



Keywords: EndokrinologieGynäkologieReproduktionsmedizinWeiterbildung

Die gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin (GE/RM) ist seit Jahren mit zunehmender Tendenz an deutschen Universitätsfrauenkliniken unterrepräsentiert. Die Onkologie dominiert inzwischen auf allen Ebenen der Frauenkliniken. Es gibt immer weniger Professuren und Abteilungen mit eigenem Budget, die für habilitierte Frauenärzte eine berufliche Perspektive und Zukunft an der Universität in Klinik, Forschung und Lehre in der GE/RM bieten können. Diese Entwicklung ist durch den geringen Anteil der IVF-Zyklen an den Universitäten und die geringe Publikationsfrequenz im internationalen Vergleich dokumentiert. Datengrundlage waren eine Befragung der reproduktionsmedizinischen Zentren einschließlich Kliniken, Sonderauswertung des Deutschen IVF-Registers sowie eine Anfrage an die Bayerische Landesärztekammer. Entsprechend der Datenlage ist die universitäre Weiterbildung in GE/RM gefährdet. Es besteht Handlungsbedarf. Frauen repräsentieren fast 50 % der Frauenärzte in Deutschland. Sie haben aber im Vergleich zu den männlichen Kollegen bei der weiteren Qualifizierung, z. B. für Fakultative Weiterbildung GE/RM, Nachholbedarf. Die fakultative Weiterbildung haben insgesamt nur ca. 2 % der Frauenärztinnen und -ärzte. Da viele hochqualifizierte Hormon- und Fertilitätsspezialisten wegen der fehlenden beruflichen Perspektive von der Universität in die Praxis abgewandert sind, könnte durch Einbeziehung dieser Frauenärztinnen und -ärzte das universitäre Weiterbildungsvakuum einschließlich der Lehre gefüllt werden. Jedoch müßten die Strukturen geschaffen werden, wie z. B. Etablierung von Akademischen Lehrpraxen und Schaffung von Honorarprofessuren. Dieses Modell wäre kostengünstig und schnell realisierbar.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung