Krause und Pachernegg
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Summary
Mattsson LA  
Klinische Erfahrung mit transdermaler kontinuierlicher kombinierter Hormonersatztherapie

Journal für Menopause 1999; 6 (1) (Ausgabe für Schweiz): 25-29
Journal für Menopause 1999; 6 (1) (Ausgabe für Deutschland): 22-26
Journal für Menopause 1999; 6 (1) (Ausgabe für Österreich): 25-29

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Keywords: EstragestHormonersatztherapiekontinuierlich-kombiniertMenopausetransdermal

Eine epidemiologische Studie hat gezeigt, daß Frauen im Klimakterium (besonders jene über 60 Jahre) eine Hormonersatztherapie bevorzugen, die keine zyklischen uterinen Blutungen verursacht. Kontinuierliche kombinierte Hormonersatztherapien wurden primär eingeführt, um uterine Blutungen zu vermeiden und die Compliance zu verbessern, doch gibt es bisher wenige Berichte über große Studien mit transdermaler Anwendung. Im folgenden werden die Resultate von zwei solcher Studien über die kontinuierlich-kombinierte Estrogen-Gestagen-Therapie berichtet. In einer multizentrischen, doppelblinden, randomisierten Studie erhielten 136 Frauen mit milden bis mäßigen klimakterischen Beschwerden, bei denen mindestens 2 Jahre vor Studienbeginn die Menopause eingetreten war, 6 Monate lang entweder Estragest® TTS 0,125/25 (0,125 mg Norethisteronazetat [NETA] und 25 &mikro;g Estradiol/Tag) oder Plazebo. Die Frauen wurden zu Beginn der Studie sowie nach einer Behandlungsdauer von 4, 12 und 24 Wochen untersucht. Nach 4, 12 bzw. 24 Wochen war der Kupperman-Index in der Estragest-Gruppe signifikant niedriger (p < 0,001). Estragest verringerte auch den Schweregrad der vaginalen Trockenheit und der Dyspareunie nach 12 und 24 Wochen signifikant (p < 0,02). Der Anteil der Superfizialzellen an den im Vaginalabstrich gefundenen Zellen nahm in der Estragest-Gruppe signifikant zu, nicht jedoch in der Plazebo-Gruppe. Der Prozentsatz der Patientinnen, die über Amenorrhoe bei Estragest berichteten, lag zwischen 79 % im 2. Monat und 87 % im 6. Monat. In einer zweiten Studie erhielten 441 postmenopausale Frauen über 1 Jahr lang eine von drei kontinuierlichen kombinierten Hormonersatztherapien: Gruppe A erhielt Estragest® TTS 0,125/25; Gruppe B erhielt transdermale Pflaster, die 50 &mikro;g Estradiol und 0,25 mg NETA pro Tag freisetzten, und Gruppe C wurde mit Tabletten (Kliogest®, Novo Nordisk) mit einer Tagesdosis von 2 mg Estradiol und 1 mg NETA behandelt. Ziel dieser offenen, randomisierten Studie war es, die Wirkung auf das Endometrium und das Blutungsprofil zu untersuchen. Während der Behandlungsmonate 4?6 wurden bei 73 % der Frauen in Gruppe A, 47 % in Gruppe B und 66 % in Gruppe C keinerlei Blutungsepisoden beobachtet. In den Behandlungsmonaten 10?12 stiegen diese Werte auf 86 %, 65 % bzw. 79 % an. Das Blutungsprofil in den Gruppen A und C unterschied sich nicht signifikant, war jedoch besser als in Gruppe B. Die meisten Endometriumbiopsien waren für die Auswertung ungeeignet. Einfache Hyperplasie wurde bei einer Patientin in Gruppe A und bei zwei Patientinnen in Gruppe C festgestellt. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß Estragest TTS 0,125/25 in der Behandlung von urogenitalen Beschwerden sowie milder bis mäßiger klimakterischer Symptome wirksam ist, und gleichzeitig eine hohe Rate an Amenorrhoe bewirkt und einen guten Schutz des Endometriums erzielt.
 
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