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Primus G, Riedler I  
SPARC-System zur Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (3) (Ausgabe für Österreich): 29-33
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (3) (Ausgabe für Schweiz): 23-27
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (3) (Ausgabe für Deutschland): 21-25

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Keywords: BelastungsinkontinenzFrauSPARC-SystemStudieTherapieUrogynäkologie

Belastungsinkontinenz bedeutet ein enormes Problem für etwa 10 % der weiblichen Bevölkerung mit signifikanten negativen Einflüssen auf die Lebensqualität. Das Ziel vieler verschiedener, in den letzten Jahren entwickelter und angewandter Operationsmethoden bestand im wirkungsvollen Management der Belastungsinkontinenz. Die Behandlungsziele beinhalten die erfolgreiche Therapie der Belastungsinkontinenz als auch die Verbesserung der Lebensqualität. Grund dieser prospektiven Unicenter-Studie war es, die Sicherheit und Effektivität des SPARC-Verfahrens bei Frauen mit Belastungsinkontinenz zu evaluieren. Zwischen Juni 2001 und Dezember 2002 nahmen 59 Patientinnen mit einem Durchschnittsalter von 60,1 Jahren an dieser prospektiven Studie teil. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit beträgt 21 Monate. Dreißig Operationen wurden auf Workshopbasis unter Anwendung der SPARC-Methode durchgeführt. 35 (59,3 %) Patientinnen litten an einer genuinen Belastungsinkontinenz, 15 (25,4 %) an einer Rezidivbelastungsinkontinenz, 7 (11,9 %) an Mischinkontinenz und 2 (3,4 %) an rezidivierender Mischinkontinenz. 34 (57,6 %) der Frauen wiesen vorangegangene Operationen im kleinen Becken auf, 17 (28,8 %) hatten bereits eine erfolglose Inkontinenzoperation erfahren. Die durchschnittliche Kinderanzahl betrug 2,3, die Dauer der Harninkontinenz im Schnitt 9,2 Jahre. Die Diagnose wurde durch Anamnese, urogynäkologische Untersuchung, Hustentest, Vorlagentest, Miktionstagebuch und Urodynamik erhoben. 44 (74,6 %) Frauen bekamen eine Allgemeinnarkose, 15 (25,4 %) eine Spinalanästhesie. Die mittlere Operationsdauer betrug auf Workshopbasis 48,9 Minuten. Bei 4 (6,8 %) Patientinnen kam es zu einer Blasenperforation, bei 1 Patientin zu einer postoperativen Harnverhaltung und bei einer weiteren zu einem "Tape-gliding" (Durchrutschen des Bandes). Die Anzahl der Vorlagen/Tag, der Vorlagentest und der Leidensdruck reduzierten sich von 4,6; 28 g; 73 präoperativ auf 0,41; 1,72 g; 17 nach 6 Monaten und auf 0,5; 2,38 g; 16,6 nach 12 Monaten. Die objektive komplette Heilrate entsprechend der Definition – keine Verwendung von Vorlagen, Vorlagentest 0–1 g, negativer Hustentest und keine urodynamisch nachweisbare Belastungsinkontinenz – nach 3, 6 und 12 Monaten beträgt 81,9 %, 82,8 % und 80 %. Subjektiv beurteilten sich 79,3 % nach 6 Monaten bzw. 74 % nach 12 Monaten als vollständig kontinent. Die Ergebnisse unserer prospektiven Studie untermauern die Sicherheit und Effektivität des SPARC-Verfahrens zur operativen Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz.
 
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