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Jacob S et al.  
Typ-2-Diabetes, Störungen des Glukosestoffwechsels und vaskuläre Erkrankungen

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (10): 392-395

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Abb. 1: Glukosetoleranz - Kardiovaskuläre Ereignisse Abb. 2: Nüchternglukose - Hypertonie Abb. 3: Metabolisches Syndrom - Mortalität Abb. 4: Insulinresistenz Abb. 5: Insulinresistenz Abb. 6: Vaskuläre Protektion Abb. 7: Vaskuloprotektion Zum letzten Bild



Keywords: Diabetes mellitus Typ 2GlukosestoffwechselKardiologiekardiovaskuläre ErkrankungMetabolisches SyndromPAVKperiphere arterielle Verschlusskrankheit

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die Haupttodesursachen in der westlichen Welt; neben genetischer Belastung sind durch Lebensstil bedingte Risikofaktoren wie Übergewicht, Hochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Nikotinabusus, körperliche Inaktivität und Störungen des Glukosestoffwechsels die wichtigsten Hintergründe. Letztere sind besonders bedeutsam, da sie bereits auch vor der Diagnose des Diabetes mellitus Typ 2 mit einer deutlich höheren kardiovaskulären Gefährdung einhergehen. Trotz aller klaren Hinweise über die Bedeutung dieser Stoffwechselstörung ist noch immer eine große Zahl an Patienten mit manifestem Diabetes oder Störungen der Glukosetoleranz unbekannt – besonders bei Patienten mit vaskulären Erkrankungen, wie z. B. Patienten mit koronarer Herzerkrankung oder pAVK. So beschreiben mehrere Arbeitsgruppen eine sehr hohe Inzidenz an Störungen der Glukosetoleranz (IGT) in dieser Gruppe von bereits Erkrankten. Diese Patienten zeigen meist weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren, wie Übergewicht, Fehlernährung und geringe körperliche Aktivität, erhöhter Typ-2-Diabetes, Störungen des Glukosestoffwechsels und vaskuläre Erkrankungen Blutdruck und häufig auch eine Insulinresistenz mit Hyperinsulinämie. Dieses Metabolische Syndrom bedeutet jedoch für den Einzelnen eine drastisch erhöhte kardiovaskuläre Gefährdung: in prospektiven Studien wiesen Patienten mit MS gegenüber denjenigen ohne das Syndrom eine bis zu sechsfach höhere kardiovaskuläre bzw. Gesamtmortalität auf. Die Insulinresistenz – die hier im Zentrum steht – läßt sich bereits sehr früh bei diesen Personen nachweisen; sie spielt eine besondere Rolle für Stoffwechsel und Gefäße. Demnach ist eine (nur) auf Nüchternglukose fokussierte Sicht und Diagnostik nicht ausreichend – eine vaskulär orientierte Therapie erfordert eine frühzeitige Risikoerkennung und einen multimodalen Ansatz!
 
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