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Mühlberger V et al.  
Koronarangiographie und PCI in Österreich im Jahr 2003

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (10): 403-412

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Abb. 1: PCI - CA - Österreich - 2003 Abb. 2: PCI - CA - Österreich Abb. 3: DES - Österreich Abb. 4: PCI - Myokardinfarkt - Österreich Abb. 5: Mortalität - PCI - Myokardinfarkt - Österreich Abb. 6: CA - Österreich - Schweiz - Deutschland Abb. 7: PCI - Österreich - Schweiz - Deutschland Zum letzten Bild



Keywords: CADeutschlandKardiologieKoronarangiographiePCIperkutane koronare InterventionSchweizStatistikÖsterreich

Im Jahr 2003 wurden in Österreich 43.644 diagnostische Koronarangiographien (CA) und 15.056 perkutane koronare Interventionen (PCI) durchgeführt. Das entspricht einer Zunahme der Fallzahlen von 6,3 % bei CA und von 10,9 % bei PCI gegenüber dem Jahr 2002. Der Prozentanteil PCI/CA ist 2001–2003 signifikant von 31,1 % auf 34,5 % angestiegen (p < 0,001). Kein Zentrum hat 2003 mit PCI neu begonnen, zwei der 31 Zentren führten weiterhin nur CA durch und eines davon hat mit 1. Januar 2004 geschlossen. Insgesamt wurden 13.113 Stents (bei 87 % der PCI-Fälle) implantiert. In 2.154 Fällen erfolgte eine akute PCI wegen eines Myokardinfarktes, der Prozentanteil ist in den Jahren 2002–2003 von 11,7 % auf 14,3 % signifikant angestiegen (p < 0,001). Die Gesamtspitalssterblichkeit nach PCI betrug 0,88 %, die Mortalität der elektiven PCI 0,13 % (17/12.902), die Mortalität für PCI im Infarkt war 5,4 % (116/2.154). Aufgeschlüsselt nach PCI im Infarkt ohne Schock (37/1.694 = 2,2 %) bzw. nach PCI im Infarkt mit Schock (79/460 = 17,2 %) ist die Mortalität gegenüber 2002 statistisch nicht geändert. Die Rate notfallmäßiger Operationen nach PCI betrug 0,13 %. Das Aufkommen der "Drug eluting-Stents" (DES) stieg mit einem Anteil von 5,4 % auf 22,4 % gegenüber dem Vorjahr signifikant an (p < 0,001). Eingriffe wegen In-stent-Restenose kamen bei 4,9 % aller PCI und Brachytherapie bei 0,7 % der PCI zur Anwendung. Der Anteil von Eingriffen unter Verwendung von IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten hat mit 19,2 % und bei Punktionen am Arm mit 2,2 % jeweils ein Plateau gegenüber den Vorjahren erreicht. Die Anzahl der verwendeten Hilfsmittel zum Punktionsverschluß hat vom Jahr 2002 auf 2003 von 50 % auf 48,5 % der PCI erstmals prozentuell signifikant abgenommen (p < 0,001). Im Europäischen Vergleich liegt Österreich im Jahr 2003 mit 5.415 CA und 1.868 PCI pro Million Einwohner – das sind etwa so viele CA-Eingriffe wie in der Schweiz und weniger Eingriffe als in Deutschland – weiter im vorderen Feld. Beim Ranking "CA pro Million Einwohner" lag Österreich im Jahr 2001 in Europa an dritter Stelle, der Zuwachs war nur in Osteuropa noch höher. Im Jahr 2003 befindet sich erstmals in Österreich der größere Anteil der Zentren in einem Leistungsbereich von mehr als 400 PCI pro Jahr und Zentrum. Die Daten werden über http://gin.uibk.ac.at/iik kommuniziert.
 
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