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Obermayer-Pietsch B  
Knochendichte und Laktoseintoleranz - Übersicht über aktuelle Entwicklungen

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2004; 11 (3): 20-23

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Abb. 1: Laktase-Expression - Darm Abb. 2: Chromosom 2q21 - Laktoseintoleranz



Keywords: KnochendichteLaktaseLaktoseintoleranzOsteoporose

Osteoporose ist eine multifaktorielle Erkrankung, die zu fast 70 % genetisch bedingt sein dürfte. Unter zahlreichen genetischen Faktoren ist eine primäre (angeborene), im Erwachsenenalter manifeste Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) ein wesentlicher Faktor, der etwa 20–25% aller Österreicher betreffen dürfte, wie aus neuesten Studien hervorgeht. Laktase ist ein intestinales Enzym, das Milchzucker (Laktose) in Galaktose und Glukose spaltet. Bei Fehlen des Enzyms treten Symptome der Laktosemaldigestion mit Meteorismus bis hin zu Durchfällen auf und führen bei Betroffenen zu einem instinktiven Meiden von Milch und laktosehaltigen Nahrungsmitteln. Der Nachweis einer Mutation der Laktaseregulation ist ein PCRbasierter, direkter Test. Damit ergibt sich für die primäre Laktoseintoleranz im Vergleich zu bisherigen indirekten Tests (H2-Atemtest, Laktosetoleranztest) eine präzise Diagnostik. Kontroverse Ergebnisse um die Bedeutung der Laktoseintoleranz für den Knochenstoffwechsel können damit geklärt werden. Personen mit gastrointestinalen Symptomen nach Milchgenuß bzw. Patienten mit erniedrigter Knochendichte sollten einer solchen einfachen Screeningdiagnostik zugeführt werden, um eine adäquate Therapie/Ernährungsumstellung (laktosearme/-freie Ernährung, Laktasezusätze und/oder zusätzliche Kalziumquellen) zum Erhalt einer ausgeglichenen Kalziumbilanz einleiten zu können.
 
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