Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Laimer H  
Ein Jahr nach stationärer Rehabilitation - was blieb?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (11): 437-440

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1: t-Cholesterin - Myokardinfarkt Abb. 2: LDL-Cholesterin - HDL-Cholesterin Abb. 3: BMI-Verlauf Abb. 4: Lipidsenker



Keywords: KardiologieKoronare HerzkrankheitRehabilitationStudieTherapie

Im Anschluß an die Erstmanifestation einer koronaren Herzkrankheit sind umfassende sekundärpräventive und rehabilitative Maßnahmen erforderlich, um den weiteren Verlauf der Krankheit zu optimieren. Ein intensiver erster Einsatz der Rehabilitation erfolgt unmittelbar nach dem Krankenhausaufenthalt in der Phase 2, die in Österreich überwiegend stationär in einem Rehabilitationszentrum durchgeführt wird. Im Rahmen eines Anschlußheilverfahrens werden die Risikofaktoren Lipide, Gewicht und Rauchverhalten sowie die medikamentöse Einstellung erfolgreich beeinflußt. Diese günstigen Effekte zeigen sich jedoch nach einem Jahr teilweise wieder abgeschwächt, wobei vor allem die neuerliche Gewichtszunahme der Patienten imponiert. Das Ausmaß der Verschlechterung nach einem Jahr ist jedoch bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei den Daten von 5.556 Patienten aus 15 europäischen Ländern in der EUROASPIRE-II-Studie. Zur Optimierung des Langzeiterfolges ist eine Fortführung rehabilitativer Maßnahmen auch nach der Anschlußheilbehandlung erforderlich. Ein stationäres Wiederholungsheilverfahren ein Jahr nach dem Akutereignis führt zu einer weiteren Verbesserung des Risikoprofils, kann jedoch aus Kostengründen nicht generell empfohlen werden. Als Alternative bietet sich eine der stationären Phase-2-Rehabilitation angeschlossene ambulante Phase-3-Rehabilitation an.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung