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Wonisch M et al.  
Aktuelle Evidenz von körperlichem Training bei Herzinsuffizienz - Ist Sport das bessere Medikament?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (11): 441-445

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Abb. 1: Chronische Herzinsuffizienz - Veränderung - Pathophysiologie



Keywords: HerzinsuffizienzKardiologieLebensqualitätTherapieTraining

Die Leitsymptome der chronischen Herzinsuffizienz bestehen in einer eingeschränkten Belastbarkeit verbunden mit vorzeitiger Belastungsdyspnoe. Die Ursachen dieser Symptomatik sind vielschichtig und werden sowohl durch zentrale Faktoren (kardial, pulmonal) als auch periphere Faktoren (Skelettmuskulatur, periphere Durchblutung, neurohumorales System) bestimmt. Über körperliches Training als therapeutische Maßnahme bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz wird seit über zehn Jahren berichtet. Ein dosiert eingesetztes Ausdauertraining führt zu einer Verbesserung vieler pathophysiologischer Veränderungen und des subjektiven Wohlbefindens. Obwohl eine direkte Verbesserung der kardialen Funktion zweifelhaft erscheint, wurde eine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit konsistent nachgewiesen. Darüber hinaus konnte in Metaanalysen eine Reduzierung der Mortalität und der Morbidität gefunden werden. Bei Beachtung von Kontraindikationen gilt Ausdauertraining bei Patienten im NYHA-Stadium II–III als sicher. Einzelne Kosten-Nutzen-Analysen konnten einen hohen wirtschaftlichen Effekt der Durchführung eines rehabilitativen Trainings bei Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion nachweisen. Da die meisten positiven Effekte nach Beendigung des Trainings reversibel sind, sollte ein Rehabilitationsprogramm als Beginn einer langfristigen Änderung des Lebensstils angesehen werden.
 
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