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Anelli-Monti M et al.  
CLOSED LOOP Stimulation - ein neues Herzschrittmacher-Konzept zur Frequenzadaptation mittels eines Kontraktilitätssensors

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 1999; 6 (1): 21-25

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Keywords: Closed Loop-StimulationHerzschrittmacherKardiologie

Das Ziel einer frequenzadaptiven Stimulation bei chronotroper Inkompetenz ist eine Anpassung an den physiologischen Bedarf des Patienten. Die meisten Systeme verwenden als Sensor ein extrakardiales Signal (Bewegung, Druck, Beschleunigung, Atemminutenvolumen). In der vorliegenden Studie wird ein Schrittmachersystem untersucht, das zu diesem Zweck eine kardiale Größe, den myokardialen kontraktilen Status, erfaßt. Als Sensor dient die unipolare intrakardiale Impedanz, gemessen zwischen Elektrodenspitze und Schrittmachergehäuse. Ein schnellerer Kontraktionsablauf, wie bei einem gesteigerten Sympathikotonus aufgrund erhöhter Kontraktilität, wird im Verlauf dieser Impedanzkurve sichtbar und zur Frequenzmodulation verwendet. Auf Grund des Einflusses des Sympatikotonus ergibt sich ein geschlossener Regelkreis (closed loop) zur Regulation der stimulierten Herzfrequenz. Wir untersuchten das Verhalten der Stimulationsfrequenz des bifokalen frequenzadaptiven Herzschrittmachers INOS DR CLS (closed loop stimulation) an 8 Patienten mit chronotroper Inkompetenz. Es konnte bei einem ambulatorischen Belastungstest und auch bei der Fahrradergometrie ein adäquater Frequenzanstieg erzielt werden. Als Beweis dafür, daß das Sensorsignal dem Sympathikotonus folgt, wurde eine Stressechokardiographie mit Dobutamin durchgeführt. Hier zeigte sich ein progredienter, der Dobutamindosis entsprechender Anstieg der stimulierten Herzfrequenz ohne überschießende Reaktion bei Erreichen der Maximaldosis. Unsere Erfahrungen bestätigen die Einbindung des Sensors in den natürlichen Regelkreis der Frequenzsteuerung des Herzens, mit der Möglichkeit bei chronotrop inkompetenten Patienten eine weitgehend physiologische Frequenzanpassung zu erzielen.
 
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