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Benzer W, Hofer S  
Effekte der kardiologischen Rehabilitation auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten nach einem kardialen Ereignis

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (11): 463-468

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Abb. 1: Gesundheitsbezogene Lebensqualität - Rehabilitationsprogramm Abb. 2: Gesundheitsbezogene Lebensqualität - Rehabilitation Abb. 3: Gesundheitsbezogene Lebensqualität - Rehabilitation Abb. 4: Gesundheitsbezogene Lebensqualität - Rehabilitation



Keywords: gLQKardiologieLebensqualitätMessungRehabilitation

Die gesundheitsbezogene Lebensqualität (gLQ) ist auch in der kardiologischen Rehabilitation ein ernstzunehmender Ergebnisparameter zur Beurteilung der Effektivität therapeutischer Bemühungen. Ziel dieser Übersicht ist es, den bisher vorliegenden begrifflichen und methodischen Wissensstand der Lebensqualitätsforschung in der Kardiologie aufzuzeigen und die klinische Relevanz der Ergebnisse vorliegender Studien aus der kardiologischen Rehabilitation zu diskutieren. Die Effizienz der kardiologischen Rehabilitation sollte sich nicht nur an Morbiditäts- und Mortalitätsstatistiken orientieren, sondern muß wie in der Zieldefinition der WHO formuliert auch anhand der Zunahme der gLQ beurteilt werden. Die Abschätzung der Auswirkungen rehabilitativer Maßnahmen auf die gLQ ist essentiell verbunden mit der Qualität der dazu verwendeten Messmethoden. Diese müssen ausreichend valide, reliabel und sensitiv sein. Kontrollierte und nicht kontrollierte Studien an Patienten verschiedenen Alters und verschiedenen Geschlechts, die mit verschiedenen Rehabilitationsprogrammen behandelt wurden, konnten Verbesserungen der gLQ in verschiedenem Ausmaß zeigen. Diese waren in der Regel verbunden mit einer Zunahme der körperlichen Leistungsfähigkeit, einer Abnahme der krankheitsspezifischen Symptome und einer Besserung der Stimmungslage. Wenige Untersuchungen gingen jedoch bisher auf die Analyse von Korrelationen zwischen der Verbesserung objektiver Parameter und der subjektiv empfundenen gLQ des einzelnen Patienten ein. Lediglich zwei kontrollierte Studien fanden eine Korrelation zwischen der Zunahme der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Abnahme von Angst und Depression, wobei diese in einer Studie nur für Frauen zutraf die initial eine depressive Stimmung zeigten. Vielversprechende Resultate von Studien, die speziell Patienten mit Herzinsuffizienz im Rahmen eines kardiologischen Rehabilitationsprogramms einer Trainingstherapie unterzogen haben, lassen erwarten, daß gerade diese Patienten im Verlauf der Behandlung ein hohes Maß an Lebensqualitätszunahme erfahren und deshalb vielleicht überhaupt am meisten profitieren. Welches Rehabilitationsprogramm bei welchen Patienten die größte Zunahme an gLQ erreicht, wird wohl aufgrund der individuellen Unterschiede, der weitgestreuten Diagnosen und nicht zuletzt der Vielfalt der angebotenen Rehabilitationsprogramme zumindest vorerst unbeantwortet bleiben müssen.
 
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