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Schultz-Zehden B  
Körpererleben im Klimakterium

Journal für Menopause 1998; 5 (1) (Ausgabe für Schweiz): 14-23
Journal für Menopause 1998; 5 (1) (Ausgabe für Deutschland): 10-17
Journal für Menopause 1998; 5 (1) (Ausgabe für Österreich): 13-22

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Keywords: KlimakteriumKörpergefühlLebensqualitätMenopause

Wie das Klimakterium körperlich erlebt wird, erweist sich interindividuell sehr unterschiedlich. In der Menopauseforschung dominierten bisher Studien, in denen nach den klimakterischen Symptomen gefragt wurde. Es werden Ergebnisse aus zwei Menopause-Studien vorgestellt, die ein über die Beschwerden hinausgehendes Bild über das Körpererleben der Menopause-Frau liefern. Dazu zählen Aspekte wie: Entlastungen durch die Menopause, Beurteilung der eigenen Attraktivität und Weiblichkeit, Körpervertrauen, Körpersensibilität, Veränderungen in der Sexualität und im öffentlichen Bild. Die Ergebnisse deuten auf eine Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdbild hin. Entgegen der vorherrschenden Meinung, Frauen würden vor allem Attraktivitätseinbußen erleben, wird aufgezeigt, daß 3/4 der Frauen aus ihrem subjektiven Empfinden heraus für sich Beeinträchtigungen ihrer Attraktivität und Weiblichkeit zurückweisen. Hingegen erlebt sich die Frau von der Gesellschaft ganz anders wahrgenommen. Über die Hälfte der Frauen sehen sich als durch die Gesellschaft "abgewertet" oder "bereits zum alten Eisen gezählt". Über die Hälfte berichtet über Einschränkungen in Libido und den Rückgang sexueller Aktivitäten. Hierfür werden Zusammenhänge zu psychosozialen Aspekten aufgezeigt. Das Ergebnis einer Clusteranalyse läßt verschiedene Körperkonzepte transparent werden, die erstmalig systematisch bei dieser Altersgruppe untersucht wurden. Die größte Gruppe verfügt über ein Körperkonzept mit hoher "Körperakzeptanz" und kaum klimakterischen Beschwerden. Es fanden sich drei weitere Körperkonzepte: die Körperunsicherheit, der gekränkte weibliche Körper und der Körper, der als Last empfunden wird. Die Ermittlung dieser vier unterschiedlichen Körperkonzepte stärkt die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Körpererlebens von Frauen im Klimakterium.
 
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