Krause und Pachernegg
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Stähelin HB, Stoppe G  
Schwindende Akzeptanz des Älterwerdens?

Journal für Menopause 2004; 11 (4) (Ausgabe für Österreich): 9-12
Journal für Menopause 2004; 11 (4) (Ausgabe für Schweiz): 10-13

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Abb. 1: Alterungsmechanismen Abb. 2: Co-Evolution Abb. 3: Alter - Faktoren Abb. 4: Alter - Hormonale Änderungen



Keywords: AlterAlterungsprozessSoziologie

Die anhaltend steigende individuelle Lebenserwartung und der Geburtenrückgang führen zu einem historisch einmaligen hohen Anteil an alten Menschen, der sich zur Zeit vor allem in den Industrienationen, aber in naher Zukunft in noch viel größerem Ausmaß in den Entwicklungsländern bemerkbar macht. Fortschritte der Medizin, aber auch bessere Ernährung, Lebens- und Arbeitsbedingungen und die technischen Möglichkeiten, Defizite in vielen Bereichen des Alltags zu kompensieren, haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Der Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit der 65–80jährigen hat sich in den letzten Dezennien stark verbessert, sodaß diese gegenüber früher funktionell 10 Jahre jünger erscheinen. Vor allem Prävention und eine bessere Behandlung von chronischen Krankheiten und Behinderungen führten zu diesem Ergebnis. Die eigentlichen physiologischen Alterungsprozesse werden kaum beeinflußt. Die Langlebigkeit in den Industrienationen geht auch parallel mit dem wirtschaftlichen Wachstum und bedingt sich gegenseitig. Trotz dieser positiven Entwicklung ist die gesellschaftliche Wahrnehmung des Alters speziell in westlichen Kulturen immer noch von starken negativen, männlich dominierten Stereotypien geprägt. Dies führt zu einem wachsenden Interesse an Anti-Aging-Konzepten, die aber mehr das Erscheinungsbild als den unterliegenden Prozeß beeinflussen. Die sich rasch ändernden Bedingungen verlangen aber von den Jüngeren und Älteren eine Bereitschaft, sich Neuem auszusetzen, es aufzunehmen und anzuwenden und auch neue Lebensformen und Sozialstrukturen zu entwickeln, die den Alten eine aktive Rolle in der Gesellschaft ermöglichen.
 
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