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Hadji P et al.  
Knochendichtemessung mittels Ultraschall am Os calcaneus bei Patientinnen mit manifester Osteoporose

Journal für Menopause 1998; 5 (5) (Ausgabe für Schweiz): 23-29
Journal für Menopause 1998; 5 (5) (Ausgabe für Deutschland): 23-29
Journal für Menopause 1998; 5 (5) (Ausgabe für Österreich): 23-29

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Keywords: KnochendichtemessungMenopauseOs calcaneusOsteoporoseSonographieUltraschall

In der vorliegenden Studie wurden Daten zur Akzeptanz, Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der Quantitativen Ultraschallsonometrie (QUS) am Os calcaneus bei 1054 knochenstoffwechselgesunden Frauen sowie bei 79 Patientinnen mit einer osteoporosebedingten Schenkelhalsfraktur gewonnen und mit den Ergebnissen einer detaillierten Anamneseerhebung korreliert. Erfaßt wurden Speed of Sound (SOS), Broadband Ultrasound Attenuation (BUA) und der Stiffness Index (SI) mit dem "Achilles"-Gerät der Firma Lunar (Madison, WI). Von 1133 Patientinnen, Durchschnittsalter 59,8 ± 6,7 Jahre, erfolgte bei 791 Patientinnen eine Messung an beiden Fersenbeinen mit einem Korrelationskoeffizienten für SOS von r = 0,92, für BUA von r = 0,79 und für SI von r = 0,90. Die Reproduzierbarkeit wurde in Wiederholungsmessungen bei 31 Patientinnen als Variationskoeffizient (CV %) bestimmt und lag für SOS bei 1,8 %, für BUA bei 1,2 % und für SI bei 1,5 %. Bei 79 Patientinnen mit einer bekannten Osteoporose sowie einer osteoporosebedingten Schenkelhalsfraktur zeigten sich im Vergleich zu den Kontrollen keine Gruppenunterschiede für Größe, Gewicht und Body-Mass-Index (BMI). In bezug auf SOS, BUA und SI zeigten sich jeweils signifikant erniedrigte Werte bei Osteoporosepatientinnen. Zusammenfassend zeigt sich mit der QUS am calcaneus eine physiologische Abnahme der Meßwerte mit zunehmendem Alter. Die gute Korrelation rechts vs. links, die hohe Präzision und die Fähigkeit, Frauen mit einer bekannten osteoporoserelevanten Schenkelhalsfraktur präzise und zuverlässig zu erkennen, unterstreicht den hohen technischen Standard der Methode. Bei Bestätigung unserer Ergebnisse durch weitere prospektive Studien könnte mit der QUS eine neue, röntgenstrahlfreie, einfach zu handhabende, kostengünstige osteodensitometrische Meßmethode zur Verfügung stehen, mit welcher eine Screening-Untersuchung erstmalig möglich erscheint.
 
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