Krause und Pachernegg
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Summary
Löffler H et al.  
Lebensqualität bei Schlafstörungen im Rahmen eines postmenopausalen Syndroms

Journal für Menopause 1998; 5 (4) (Ausgabe für Schweiz): 20-28
Journal für Menopause 1998; 5 (4) (Ausgabe für Deutschland): 17-25
Journal für Menopause 1998; 5 (4) (Ausgabe für Österreich): 20-28

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Keywords: DienogestKlimodienLebensqualitätMenopausepostmenopausales SyndromSchlafstörungÖstradiolvalerat

Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Erfassung der Lebensqualität bei Patientinnen mit Insomnie (ICD-10: G 47.0) bei Postmenopausalem Syndrom (N 95.1) vor und nach Behandlung mit 2-monatiger hormoneller Substitution (2 mg Estradiolvalerat + 3 mg Dienogest [Klimodien®]), sowie ein Vergleich mit der Lebensqualität der Normalbevölkerung. Methodik: Bei 30 Patientinnen im Alter von 57,3 ± 5,7 Jahren wurden die subjektive Schlafqualität (Pittsburgh Schlafqualitäts-Index), das postmenopausale Syndrom (Kupperman Index), die Lebensqualität (QOL nach Mezzich und Cohen), das psychische-allgemeine Wohlbefinden (Psychological General-Well-Being-Index) erhoben und miteinander korreliert. Die Noo-psyche wurde mittels des Grünberger Verbalen Gedächtnistests und eines Konzentrations-/Aufmerksamkeitstest (Alphabetischer Durchstreichtest), die Thymopsyche mittels des Freiburger Persönlichkeitsinventars und des State-Trait-Anxiety-Inventars gemessen und mit dem Lebensqualitätsindex nach Mezzich und Cohen in bezug gesetzt. Ergebnisse: Patientinnen mit einer Insomnie (PSQI = 11 ± 4) im Rahmen eines postmenopausalen Syndroms (KI = 29 ± 7) zeigten im Vergleich zur Normalbevölkerung eine beträchtliche Einschränkung der Lebensqualität (QOL = 57 ± 18) und des psychischen-allgemeinen Wohlbefindens (PGWBI = 58 ± 22). Korrelationsanalysen ergaben signifikante Beziehungen zwischen der subjektiven Schlafqualität, dem postmenopausalen Syndrom, der Lebensqualität und dem allgemeinen psychischen Wohlbefinden. Nach der Behandlung verbesserten sich signifikant sowohl die subjektive Schlafqualität (PSQI = 8 ± 3) und das postmenopausale Syndrom (KI = 11 ± 5), als auch die Lebensqualität (QOL = 76 ± 16), und das allgemeine psychische Wohlbefinden (PGWBI = 77 ± 14). Weiters verbesserten sich signifikant Zustandsangst (STAI 1 von 46 ± 13 auf 39 ± 12), und Ängstlichkeit (STAI 2 von 47 ± 11 auf 41 ± 11), sowie die Depressivität (FPI 3 von 11 ± 18 auf 7 ± 3) und die Extraversion (FPI 10 von 4 ± 2 auf 6 ± 2). Konklusion: Insomnie und postmenopausale Beschwerden werden als sehr lebensqualitäts- und befindlichkeitsmindernd gewertet. Nach 2-monatiger hormoneller Substitutionstherapie mit Klimodien® nähern sich sowohl subjektive Schlafqualität und postmenopausale Beschwerden, sowie die Lebensqualität und das psychische, allgemeine Wohlbefinden den Werten der Normpopulation, wobei ein ursächlicher Zusammenhang mit den Hormonen durch eine placebokontrollierte Studie noch nachzuweisen bleibt.
 
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