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Waanders R et al.  
Outcome nach ambulanter neurologischer Rehabilitation: Eine populationsbasierte prospektive Kohortenstudie

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2004; 5 (4): 24-30

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Keywords: LebensqualitätNeurologieRehabilitationStudieÖsterreich

Eine ambulante neurologische Rehabilitation (ANR) ist in Österreich noch nicht weit verbreitet. In dieser Form existiert sie derzeit flächendeckend nur in Vorarlberg. Die gesteckten Ziele müssen im Sinne einer Evidence-based Rehabilitation ökonomisch umgesetzt und auf deren Wirksamkeit evaluiert werden. Für die Evaluation ist es wichtig, geeignete Scores, die auch international vergleichbar sind, zu verwenden. Mit dem Ziel, Aktivitäten des täglichen Lebens sowie Bereiche der Lebensqualität in einem einzigen Evaluationsbogen zu erfassen, wurde der Barthel-Index von uns um 6 Parameter erweitert (Barthel-Index-Variante-Vorarlberg bzw. BIVV). Die vorliegende Arbeit ist eine prospektive Kohortenstudie im ambulanten Bereich. Von den 411 Patienten wurden 261 (63,5 %) wegen Folgen einer zerebrovaskulären Erkrankung behandelt und 150 aufgrund von anderen neurologischen Erkrankungen wie Schädel-Hirn-Trauma oder M. Parkinson. Der Barthel-Index bei Aufnahme hatte einen Median von 80 (10. bis 90. Perzentile: 25–100), der BIVV betrug bei Aufnahme im Median 120 (10. bis 90. Perzentile: 50–145). Überlebende zeigten eine Veränderung im Barthel-Index von +6,4 (SD ± 14,9), im BIVV von +10,6 (SD ± 19,6). Subgruppenanalysen zeigten den größten Zugewinn für 75–85jährige Patienten. Je zusätzlicher Therapieeinheit pro Behandlungsmonat stieg der Veränderungsscore um 0,85 Punkte (p = 0,004). Bei blutigen zerebrovaskulären Erkrankungen verbesserte jeder zusätzliche Behandlungsmonat das Ergebnis um 1,4 Punkte (p = 0,0015). Diskussion: Patienten mit unblutigen vaskulären Erkrankungen im Alter zwischen 75 und 85 Jahren profitierten am meisten von der ambulanten Nachsorge. Positiv wirkte sich eine höhere Behandlungsintensität (mehr Therapieeinheiten pro Woche) aus. Patienten mit blutigen vaskulären Erkrankungen profitierten von verlängerter Nachsorgedauer.
 
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