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Schmitz M et al.  
Prospektive Studie zur Sicherung optimaler psychosozialer Versorgung in Wien - Themenschwerpunkt Medikamente: Medikamenteneinnahme, Nutzen, Nebenwirkungen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2004; 5 (4): 38-44

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Keywords: MedikamentPsychiatriepsychosoziale VersorgungStudieWien

In einer prospektiven Studie mit 425 ambulanten und stationären psychisch kranken Patienten gehen wir in dieser Teilauswertung Fragen in Zusammenhang mit der medikamentösen Behandlung nach. 97,2 % der stationären und 77,7 % der ambulant behandelten Patienten erhalten Psychopharmaka. Das Einverständnis mit der medikamentösen Behandlung ist mit rund 93 % sehr hoch und steigt bei höherer Krankheitseinsicht der Patienten noch an. Dagegen sinkt der Prozentsatz der mit der medikamentösen Behandlung einverstandenen Patienten, je mehr Nebenwirkungen berichtet werden. Diese Unterschiede sind jedoch nicht signifikant. Schizophrene Patienten bilden in unserer Stichprobe die größte Untergruppe. Es zeigt sich, daß weder die Schwere der Erkrankung, noch der Grad der sozialen Funktionsfähigkeit, sondern vielmehr die soziale Vulnerabilität dafür ausschlaggebend ist, ob ein Depotneuroleptikum oder orale Medikation verabreicht wird. Das Ausmaß der Krankheitseinsicht, als möglicherweise die Compliance beeinflussender Faktor, zeigt – gemessen an der Veränderung des Schweregrades der Erkrankung, der globalen Funktionsfähigkeit und der allgemeinen Lebenszufriedenheit – in dieser Studie keinen Effekt auf das Behandlungsergebnis.
 
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