Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Fischer A et al.  
Zur Materialfrage in der Implantatchirurgie des Deszensus: Vergleich zwischen Polypropylenvlies und dermaler porciner azellulärer Kollagenmatrix unter Berücksichtigung der Erfahrungen nach 7 Jahren Anwendung von Implantaten

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (4) (Ausgabe für Österreich): 21-26
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (4) (Ausgabe für Schweiz): 21-26
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2004; 11 (4) (Ausgabe für Deutschland): 19-24

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1a: Septum rectovaginale Abb. 1b: Septum rectovaginale Abb. 2: Implantatunterstützte Deszensuschirurgie - Algorithmus



Keywords: BiomeshChirurgieDeszensusGenitalprolapsImplantationPelvicolStudieUrogynäkologie

Ziel der Studie: Die Studie beschreibt Verwendung, Effektivität und Nebenwirkungen zwei verschiedener Implantate, die in der Senkungschirurgie verwendet werden und stellen die Ergebnisse in einen Zusammenhang mit den Erfahrungen mit anderen Implantaten seitens der Autoren und in der Literatur. Material und Methode: 180 Patientinnen mit verschiedenen Formen von Genitalprolaps werden mit Biomesh(R) behandelt, 185 Patientinnen mit Pelvicol(R) in der Zeit von Juli 2000 bis Dezember 2002. Die Ergebnisse werden verglichen. Ergebnisse: Die Verwendung von Implantaten ist häufig erforderlich, vor allen Dingen in Fällen eines stark zerstörten Beckenbodensystems oder bei Rezidiven. Die Verwendung von Netz-Implantaten in der Senkungschirurgie ist sicher, solange eine vernünftige Implantatstruktur zugrunde liegt. Beide in dieser Studie untersuchten Implantate erfüllen dies zufriedenstellend. Rezidiv- und Senkungszustände der benachbarten Kompartimente müssen getrennt ausgewertet werden, um eine Verwechslung zwischen einem schlechten Therapieergebnis (obwohl es eigentlich gut ist) und Strukturschwächen in den (noch) nicht behandelten Kompartimenten nicht in einem Topf zu werfen. Die Notwendigkeit einer Explantation, das Ausbilden von Abszessen oder die Abstoßungsreaktion wurden nur gesehen, wenn multifilamente mikroporöse Bänder oder entsprechend strukturiertes Nahtmaterial zur gleichen Zeit eingesetzt worden sind, oder wenn Blutergußbildung nicht durch subtile Hämostase während des Eingriffs unterdrückt werden konnte. Schlußfolgerung: Beide Materialien (Biomesh(R) und Pelvicol(R)) liefern in der Verwendung bei implantatunterstützter Deszensus-Chirurgie gute Ergebnisse, gleich, wo sie auch eingesetzt werden. Es gibt keine signifikanten Unterschiede in der Effektivität oder in der Nebenwirkungsrate. Es bedarf nun der größer angelegten multizentrischen Studien, um alloplastisch unterstützte rekonstruktive Beckenbodenchirurgie nicht nur in den französischsprachigen Ländern zu etablieren.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung