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Bredow V et al.  
Tödlicher Verlauf eines sich peripartal entwickelnden HELLP-Syndroms trotz frühzeitiger Diagnosestellung und Intensivtherapie einschließlich Implantation einer perkutanen Herz-Lungen-Maschine: Eine Kasuistik

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2004; 8 (4): 7-10

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Keywords: DiagnostikHELLP-SyndromKasuistikLetalitätTherapie

Aufgrund möglicher schwerwiegender Komplikationen und der hohen Letalität sind die Geburtshelfer seit seiner Erstbeschreibung darauf fokussiert, das HELLP-Syndrom mit seinem sehr variablen klinischen Erscheinungsbild so frühzeitig wie möglich zu erkennen. Trotz der durch die verschiedenen modernen Therapieansätze deutlich verbesserten Prognose bzw. reduzierten Letalität stellt dieses Krankheitsbild weiterhin eine lebensbedrohliche Erkrankung dar. Im folgenden berichten wir über den Fall einer 25jährigen Erstschwangeren mit Geminigravidität, bei der sich in der 31. Schwangerschaftswoche (SSW) eine Präeklampsie entwickelte. Wegen zusätzlich kardiotokographisch nicht auszuschließender Hypoxie eines Zwillings wurde die primäre Schnittentbindung in der 31 + 2 SSW durchgeführt. Bei zunächst nur moderat veränderten Laborparametern erfolgte kurze Zeit nach der Geburt die Diagnose eines HELLP-Syndroms. Bereits wenige Stunden später kam es zur Entwicklung eines Multiorganversagens, das trotz Ausschöpfung aller intensivtherapeutischen Maßnahmen (einschließlich Implantation einer perkutanen Herz-Lungen-Maschine) letztlich letal endete. Obwohl im vorliegenden Fall die einzige kausale Therapie des HELLP-Syndroms – die Entbindung – noch vor der eigentlichen Diagnosestellung erfolgte, die Laborveränderungen zunächst nur gering waren und ungeachtet sofortiger zusätzlicher symptomatischer Therapie entwickelte der klinische Verlauf eine nicht mehr beherrschbare Dynamik.
 
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