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Hohlagschwandtner M, Krampl E  
Acetylsalicylsäure (ASS) als Prävention bei Präeklampsie - eine Übersicht

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2004; 8 (4): 11-15

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Abb. 1: Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen Abb. 2: Arteria uterina - Dopplersonographie Abb. 3: Arteria uterina - Dopplersonographie



Keywords: AcetylsalicylsäureGeburtshilfeGynäkologiePräeklampsiePräventionSchwangerschaft

Hypertensive Erkrankungen (Präeklampsie) in der Schwangerschaft betreffen 6–8 % aller Schwangerschaften. Die Pathogenese dieser Erkrankung ist bis dato ungeklärt. Es gibt jedoch zahlreiche Theorien und wissenschaftliche Ansätze, wobei eine vermehrte Produktion von Vasopressoren, z. B. Endothelin (ET) und Angiotensin (AT) II, sowie ein vermindertes endotheliales Ansprechen auf Vasodilatoren, z. B. Prostazyklin (PGI)2, eine Rolle spielen dürfte. Weiters wurde bei Frauen mit Präeklampsie eine vermehrte Produktion von Thromboxan (TXA) beobachtet. Acetylsalicylsäure (ASS) führt zu einer irreversiblen Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase und hemmt somit die Prostaglandin- und Thromboxanbildung. Zusätzlich wurde bei Schwangeren mit Präeklampsie eine abnorme Plazentation und eine abnorme plazentare Durchblutung festgestellt. Darauf dürfte auch die sehr oft beobachtete fetale Wachstumsretardierung zurückzuführen sein. Die plazentare Durchblutung kann mit dem A. uterina-Doppler festgestellt werden. Aspirin dürfte aufgrund seiner hämodynamischen Wirksamkeit diesem reduzierten plazentaren Fluß und somit der fetalen Wachstumsretardierung entgegenwirken. Aspirin ist durch die Food and Drug Administration (FDA) für den Gebrauch bei Schwangeren lizenziert. Zusätzlich wurde der gefahrlose Einsatz bei Beginn der Behandlung mit Aspirin im 2. Trimester in zahlreichen Studien gezeigt. Es gibt Hinweise in der Literatur, daß der Beginn einer Low-dose-Aspirin-Behandlung bereits im 1. Trimester bei Frauen mit einem abnormalen Doppler in der A. uterina die Inzidenz von Präeklampsie reduziert.
 
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