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Bitzer J  
Die Sexualität des älter werdenden Paares

Journal für Menopause 2005; 12 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Österreich): 6-9
Journal für Menopause 2005; 12 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Deutschland): 6-9
Journal für Menopause 2005; 12 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Schweiz): 6-9

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Keywords: AlterAndrologieFrauKlimakteriumLISA-StudieMannMenopausepsychosozialer FaktorSexualität

Bei beiden Geschlechtern kommt es in der Lebensmitte zu einschneidenden körperlichen und psychosozialen Veränderungen, die sich auf die Sexualität des einzelnen Partners und des Paares insgesamt auswirken können. Bei der Frau stehen endokrine Veränderungen im Vordergrund: Die eher langsame Abnahme der Androgene und des Progesterons und die teilweise sich rasch vollziehende Abnahme der Östrogene wirken sich auf die Sexualzentren im Gehirn und die peripheren Genitalorgane aus im Sinne einer eventuellen Libidoabnahme (Androgene) und einer Abnahme der Erregungsfähigkeit (Östrogene) sowie einer Zunahme der Dyspareunie (Östrogene). Psychosoziale Veränderungen vollziehen sich vor dem Hintergrund der persönlichen sexuellen Biographie im Kontext gesellschaftlicher Normen und Rollenerwartungen. Bei Männern können organische und endokrine Veränderungen zu einer Abnahme der Erektionsfähigkeit beitragen, die möglicherweise verstärkt wird durch Versagensängste und männliche sexuelle Leistungsstandards. Für beide Partner bedeutet dies eine Veränderung der Paardynamik, des Gebens und Nehmens, des Forderns und Helfens. Frauen und Männer müssen Informationen über altersentsprechende Veränderungen mit dem Ziel bekommen, sich selbst und den anderen bzw. die andere zu verstehen. In der Beratung finden sich konstruktive und destruktive Interaktionsmuster, die offengelegt und gegebenenfalls gemeinsam bearbeitet und gelöst werden müssen.
 
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