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Boschitsch E  
Die Hormonersatztherapie aus osteologischer Perspektive

Journal für Menopause 1998; 5 (2) (Ausgabe für Schweiz): 14-19
Journal für Menopause 1998; 5 (2) (Ausgabe für Deutschland): 10-14
Journal für Menopause 1998; 5 (2) (Ausgabe für Österreich): 12-16

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Keywords: FrakturMenopauseOsteoporose

Frauen erleiden dreimal mehr osteoporotische Frakturen als Männer. Verantwortlich für diesen geschlechtsspezifischen Unterschied ist der postmenopausale Mangel an Sexualsteroiden. Er führt zu einem beschleunigten Knochenumsatz und einem Nettoverlust an Knochenmasse. Mit der Dauer der Hormondeprivation steigt schließlich die Inzidenz osteoporotischer Knochenbrüche. In einer Reihe klinischer Studien konnte gezeigt werden, daß der Ersatz der fehlenden Hormone, in erster Linie der Östrogene, die Entwicklung bzw. das Fortschreiten der postmenopausalen Osteoporose verhindern kann. Obwohl die Beziehung zwischen dem Sistieren der ovariellen Hormonproduktion und der Osteoporose schon vor mehr als fünfzig Jahren beschrieben worden ist, sind die zugrundeliegenden pathophysiologischen Mechanismen nicht vollständig geklärt. Östrogene hemmen die Knochenresorption offenbar über direkte und indirekte Mechanismen. In vitro reduzieren sie einerseits direkt die Osteoklasten-Aktivität und hemmen andererseits indirekt, über die von Osteoblasten produzierten Zytokine und Wachstumsfaktoren, die Differenzierung von Osteoklasten-Vorstufen zu reifen Zellen. Auch ohne vollständiges pathophysiologisches Verständnis in vivo hat sich in der Praxis die Hormonersatzbehandlung längst als hocheffiziente ganzheitliche Therapie postmenopausaler Erkrankungen, im besonderen der Osteoporose, etabliert.
 
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