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Fischl F  
Die Bedeutung der Gestagene in der modernen Hormonsubstitution (HRT)

Journal für Menopause 1998; 5 (Sonderheft 1) (Ausgabe für Österreich): 16-21

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Keywords: GestagenMenopausePräparat

Bei einem durchschnittlichem Lebensalter von rund 80 Jahren und einem Menopausealter von etwa 51 Jahren erlebt die Frau eine 25 bis 30 Jahre dauernde hormonfreie Zeit, die von der Natur nicht eingeplant ist und damit nicht als physiologisch anzusehen ist. Abgesehen von den klimakterischen Beschwerden treten die schwereren Erkrankungen, wie Osteoporose, kardiovaskuläre Erkrankungen, Herzinfarkt u.ä.m. erst 4-6 Jahre nach der Menopause gehäuft auf, also noch immer 20-25 Jahre vor dem Lebensende, was auch von der sozialmedizinischen und Kostenseite eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Die HRT bringt daher den Frauen in diesem Lebensabschnitt ein hohes Maß an Beschwerdefreiheit sowie ein Hinauszögern der körperlichen und geistigen Leistungseinschränkungen. Daraus ergibt sich eine deutliche Besserung der Lebensqualität im Alter. Nebenwirkungen und Risiken sind bei sachgerechter Gabe, bei Beachtung der Kontraindikationen und Therapieeinschränkungen, unter regelmäßiger Kontrolle zu vernachlässigen. Eine kombinierte Hormonsubstitution führt zur Minderung des Auftretens des Endometrium- und Ovarialkarzinoms sowie des Kolonkarzinoms. Ebenso tritt ein protektiver Effekt am Knochen auf und verhindert somit das Auftreten der postmenopausalen Osteoporose. Auch das kardiovaskuläre Risiko ist unter HRT deutlich vermindert. Neueste Ergebnisse zeigen auch einen positiven Einfluß auf den M. Alzheimer. All diese und noch zahlreiche andere Vorteile der HRT machen eine solche Therapie praktisch zwingend für die Frau im Klimakterium. Entsprechende Auf-klärung, die intensive Auseinandersetzung mit diesen Problematiken, sachgemäße auf die einzelne Frau differenziert abgestimmte Behandlungen und regelmäßige Therapiekontrollen eröffnen neue Perspektiven für diesen Lebensabschnitt der Frauen.
 
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