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Vieth M et al.  
Das gastral differenzierte Adenom (pyloric gland adenoma). Fact or Fiction?

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2005; 3 (1): 7-10

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Abb. 1: Apomucin 5AC - Apomucin 6 Abb. 2: Apomucin 5AC - Apomucin 6 Abb. 3: PGA - Endoskopischer Videoprint Abb. 4: PGA - Magenkorpus Abb. 5: PGA - Magenkorpus Abb. 6: PGA - Apomuch 6 Abb. 7: PGA - Apumucin 5AC Zum letzten Bild



Keywords: AdenomGastroenterologieMagenPGA

Das gastral differenzierte Adenom des Magens wird in der englischen Literatur als "pyloric gland adenoma" bezeichnet. Der erste Bericht zu dieser Entität erschien 1976 als Buchbeitrag, allerdings wurde die Läsion damals als eine Adenom-artige Hyperplasie mukoider Drüsen beschrieben. Erst ab 1990 wurden Pylorusdrüsen-Adenome korrekt als gastral differenzierte Adenome identifiziert und diagnostische Kriterien entwickelt. Die Bezeichnung Pylorusdrüsen-Adenom spiegelt die Entstehung aus den tiefen gastralen Drüsenverbänden wieder. Sicher sind die Pylorusdrüsen-Adenome bereits im Routine-HE-Präparat zu diagnostizieren und durch die Immunhistochemie zu bestätigen. Typischerweise exprimieren die Pylorusdrüsen-Adenome Mucin 6, das sonst nur im tiefen Drüsenkörper gefunden werden kann, über die gesamte Breite der Läsion, oft bis zur Oberfläche. Das oberflächliche Mucin 5AC ist oft nur auf eine schmale oberflächliche Zone beschränkt; die Expression kann jedoch stark variieren. Eine Kombination mit Anteilen gewöhnlicher tubulärer Adenome (intestinale Differenzierung) kann beobachtet werden. Überproportional häufig ist die Magen-Corpusschleimhaut älterer Patientinnen mit Autoimmungastritis betroffen. Die Häufigkeit von Pylorusdrüsen-Adenomen wird mit 2,7 % aller Magenpolypen angegeben und ist damit nicht so selten wie vermutet. Die wenigen vorhandenen Publikationen zu diesem Thema deuten darauf hin, daß diese Entität meist fehlinterpretiert wird. Pylorusdrüsen-Adenome können im gesamten Gastrointestinaltrakt entstehen. Die klinische Bedeutung liegt in der hohen Rate (30 %) der malignen Entartung. Allerdings handelt es sich hierbei vorwiegend um hochdifferenzierte Frühkarzinome mit entsprechend guter Prognose nach endoskopischer Abtragung.
 
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