Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Fruhwald FM et al.  
Mögliche Effekte auf Patienten und Gesundheitsbudget bei konsequenter Umsetzung der RALES-Studie in Österreich

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2005; 12 (3-4): 46-51

Volltext (PDF)    Summary   




Keywords: AUSTRIA-UmfrageHerzinsuffizienzKardiologieRALES-StudieSpironolactonTherapieÖsterreich

Hintergrund: Das aktuelle Therapiekonzept zur Behandlung der Herzinsuffizienz (HI) umfaßt neben ACE-Hemmern und Betablockern auch die Aldosteronblockade mittels Spironolacton. Diese Kombinationstherapie verbessert nicht nur die Überlebenszeit, sondern vermag auch die Zahl der Hospitalisationen und die damit verbundenen Kosten dramatisch zu senken. Dennoch müssen große Teile der Ausgaben für herzinsuffiziente Patienten nicht für Medikamente, sondern für Hospitalisierungen aufgewendet werden. Methodik: Ausgehend von den im AUSTRIA-Survey ermittelten Daten wurde mittels Hochrechnung das mögliche Einsparungspotential errechnet, wenn alle herzinsuffizienten Patienten in NYHA-Klasse III/IV mit Spironolacton therapiert würden. Folgende Annahmen wurden getroffen: Prävalenz der HI = 5 %; Tagesdosis Spironolacton = 26 mg (durchschnittliche Dosierung in der RALES-Studie); Dauer einer Hospitalisierung = 14 Tage; Tagsatz für Hospitalisierung = 500 Euro; Kosten für Spironolacton = 8,15 Euro (50 mg-Tabletten, 20 Stück-Packung). Ergebnisse: Von geschätzten 400.000 Patienten mit Herzinsuffizienz würden, basierend auf den im AUSTRIA-Survey erhobenen Daten, 17,1 % (Punktschätzung: 68.509, 95 %-CI: 61.720–75.520) Kandidaten für Spironolacton sein (NYHA III/IV, keine bekannte Niereninsuffizienz). Mit einer konsequenten Spironolactontherapie könnten im Verlauf eines Jahres 13,4 % an Hospitalisationen eingespart werden. Die Mehrkosten für Spironolacton würden mit 5,4 Mio. Euro zu Buche schlagen, die Reduktion der Hospitalisationen würde allerdings 64,4 Mio. Euro einsparen, sodaß daraus eine Nettoersparnis von 59,1 Mio. Euro resultieren würde. Schlußfolgerungen: Eine konsequente Umsetzung der Erkenntnisse der RALES-Studie würde, trotz höherer Kosten für die Therapie, enorme Einsparungen für das Gesundheitswesen nach sich ziehen, die sich vor allem aus einer Reduktion der Hospitalisierungskosten ergeben.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung