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Podczeck-Schweighofer A  
Koronare Herzerkrankung bei Frauen

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2005; 12 (3-4): 52-56

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Abb. 1: KHK - Wahrscheinlichkeit Abb. 2: Krankenhaussterblichkeit Abb. 3: Bypassoperation - Frühsterblichkeit



Keywords: FrauKardiologieKHKKoronare Herzkrankheit

Im Gegensatz zur Auffassung sowohl der Betroffenen selbst, aber auch der medizinischen Institutionen, ist die koronare Herzkrankheit (KHK) auch bei Frauen die führende Todesursache, auch wenn der Manifestationszeitpunkt ca. 10 Jahre später ist als bei Männern eintritt. Das im Prinzip vergleichbare Risikoprofil ist aber bei Frauen meist ausgeprägter gewichtet – sowohl Nikotin, Dyslipidämie als auch vor allem der Diabetes mellitus wiegen bei Vorhandensein ungleich schwerer bei Frauen als bei Männern im Vergleich zu Patienten ohne spezifisches Risikoprofil. Kardiologische Untersuchungen zur Diagnosestellung sind bei Frauen weniger sensitiv und spezifisch. Bezüglich Mortalität im akuten Myokardinfarkt geht bei Frauen die Thrombolyse mit einer deutlich höheren Mortalität einher, während die primäre PCI vergleichbare Ergebnisse bei Frauen und Männern aufweist. Die chirurgische Revaskularisation ist vor allem bei jüngeren Frauen nach wie vor mit einer deutlich höheren Mortalität assoziiert. Schließlich ist die Rolle der Hormonersatztherapie (HRT) derzeit im Hinblick sowohl auf Primär- als auch auf Sekundärprävention eindeutig geklärt und aufgrund der aktuellen Studienlage nicht indiziert, die Applikation von HRT bei der spezifischen Frau mit menopauseassoziierten Problemen bedarf jedoch einer individuellen Entscheidung.
 
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