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Hackl JM, Galvan O  
Beurteilung des Ernährungszustandes von weiblichen Personen am Beispiel von Innsbruck

Journal für Ernährungsmedizin 2005; 7 (1) (Ausgabe für Österreich): 10-13

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Keywords: BMIErnährungsmedizinInnsbruckMangelernährungScore

Ca. 35 % der österreichischen Normalbevölkerung haben einen BMI über 25,0 kg/m2; Zahlen für untergewichtige Personen (BMI unter 20,5 kg/m2 ) werden kaum vorgestellt. Unterernährung ist jedoch ein "brennendes Problem" bei Krankenhauspatienten (über 30 %). In dieser Studie wird versucht, bei 45- bis 65jährigen gesunden Frauen und Krankenhauspatientinnen die Validität des BMI zur Feststellung einer Mangelernährung mit Scoring- Systemen (SGA, NRS 2002, INS) zu vergleichen. Es wurden 171 Frauen in die Untersuchung einbezogen, davon waren 69 gesunde Probandinnen. Untersucht wurden der BMI, die Gewichtsabnahme, die Nahrungszufuhr in der letzten Woche und die Daten für die einzelnen Scores. Nach dem BMI waren 4,3 % der "gesunden Probanden" und 22,5 % der Krankenhauspatientinnen mangelernährt. Bei den gesunden Frauen zeigte sich bei 4,3 % eine Gewichtsabnahme und bei 8,7 % eine verminderte Nahrungszufuhr, bei den Krankenhauspatientinnen konnte bei 24,5 % eine Gewichtsabnahme und bei 12,7 % eine verminderte Nahrungszufuhr beobachtet werden. Das SGA wies bei gesunden Frauen in 33 % und bei Krankenhauspatientinnen in annähernd 64 % pathologische Werte auf. Bei den gesunden Frauen konnte nach dem INS und NRS 2002 keine Person mit einem Risiko einer Mangelernährung festgestellt werden, bei den Krankenhauspatientinnen wiesen über 44 % Zeichen einer Mangelernährung auf. Der BMI weist nur bedingt auf eine Mangelernährung hin (Sensivität von 45,7 %), SGA, INS und NRS 2002 stellen eine Mangelernährung wesentlich differenzierter dar ("dynamische Komponente"). Zur Abklärung einer Mangelernährung sollte deshalb unbedingt ein Scoring-System eingesetzt werden, um dann eine entsprechende Ernährungstherapie durchführen zu können.
 
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