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Huber K, Pachinger O  
Diagnose- und Therapieempfehlungen für das akute Koronarsyndrom mit und ohne ST-Hebung 2005: Implementierung der neuesten internationalen Richtlinien

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2005; 12 (5-6): 89-97

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Abb. 1: ACS - Definition Abb. 2: UA/NSTEMI - Risikostratifizierung Abb. 3: ACS - Antithrombotische Therapie Abb. 4: UA/NSTEMI Abb. 5: STEMI Abb. 6: Reperfusionsstrategien - USA - Österreich Abb. 7: STEMI Zum letzten Bild



Keywords: akutes KoronarsyndromKardiologieRichtlinieST-HebungTherapieempfehlungTirolWien

Kaum ein Bereich innerhalb der Kardiologie ist in den vergangenen Jahren einem stärkeren Wechsel in Definition, Diagnostik und Therapie unterworfen gewesen wie der des akuten Koronarsyndroms. Neben einer Änderung der Definition des Myokardinfarktes – jeder Zustand, der mit einer Erhöhung spezifischer Myokardmarker einhergeht, ist heute als Infarkt aufzufassen, klinisch unterscheidet man aber zwischen Infarkten mit und ohne ST-Hebungen – haben sich auch die therapeutischen Strategien geändert. Bei der instabilen Angina und beim Nicht-ST-Hebungsinfarkt wird je nach Risikostratifizierung eine zunehmend aggressive kombinierte antithrombotische Therapie bei gleichzeitigem früh-invasivem Vorgehen empfohlen. Möglichst frühe Reperfusionsmaßnahmen, entweder in Form der primären perkutanen Koronar-Intervention mittels Herzkatheter, Ballondilatation und Stentimplantation, oder in Form der pharmakologischen Reperfusion (in-hospitale oder prä-hospitale Thrombolysetherapie) sind die bevorzugten Therapiemöglichkeiten beim ST-Hebungsinfarkt. Für beide Strategien muß auf zeitliche Abläufe und eine umfassende Organisation der Diagnose-, Transport- und Behandlungsmodalitäten sowie auf die lokalen Gegebenheiten geachtet werden. Denkbare Organisationsstrukturen für den Großstadtbereich (Modell Wien) und einem eher ländlichen Umfeld einer interventionellen Abteilung (Modell Tirol) werden vorgestellt und diskutiert. Die Zukunft der Infarktbehandlung könnte in einer Symbiose pharmakologischer und interventioneller Maßnahmen liegen und zu einer weiteren Senkung der Infarkt-Mortalität beitragen. Die Verknüpfung von prä-interventionellen pharmakologischen Maßnahmen, wie Thrombolysetherapie, GPIIb/IIIa-Rezeptor-Blockade, oder die Kombination beider Möglichkeiten mit einer unmittelbaren mechanischen Intervention wird derzeit wissenschaftlich untersucht und noch immer kontroversiell gesehen.
 
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