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Kramer L  
Extrakorporale Leberunterstützungsverfahren

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2005; 3 (2): 13-16

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Keywords: extrakorporalHepatologieHämodialyseLeberversagen

Seit der erfolgreichen Einführung der Hämodialyse in den 1950er Jahren wurden ungezählte Versuche extrakorporaler Entgiftungsverfahren bei akutem und chronischem Leberversagen durchgeführt. Bis heute konnten jedoch nur sehr bescheidene Erfolge erzielt werden. Die Leberfunktionen sind so komplex, daß sie durch extrakorporale Verfahren, selbst bei zusätzlicher Verwendung biologischer Materialien (bioartificial liver support), nicht ersetzt werden können. Insbesondere beim chronischen Leberversagen steht die „endogene Intoxikation“ meist im Hintergrund der klinischen Problematik. Erschwerend für die Behandlung ist auch die Mitbeteiligung anderer Organsysteme, insbesondere Kreislauf und Niere, und die Komplikation der hepatischen Enzephalopathie. Aus heutiger Sicht ist der Einsatz extrakorporaler Entgiftungsmethoden vor allem bei akutem Leberversagen mit hepatischer Enzephalopathie zur Entfernung gesicherter Toxine wie Ammoniak und Glutamin sowie bei cholestatischen Lebererkrankungen zur Behandlung des refraktären Pruritus sinnvoll.
 
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