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Würfel W et al.  
Das "Münchner" Kryo-TESE-Konzept

Journal für Fertilität und Reproduktion 1999; 9 (1) (Ausgabe für Österreich): 32-37

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Keywords: FertilitätICSIIntrazytoplasmatische SpermieninjektionKryo-TESE-KonzeptKryokonservierungTESEtestikuläre Spermienextraktion

Wir berichten über das "Münchner" Kryo-TESE-Konzept und die Ergebnisse, die hiermit nach 376 Behandlungszyklen erzielt wurden. Folgende Charakteristika zeichnen das Konzept aus: Alle Hodenbiopsien werden in einem speziellen Operationssaal in den Räumen der Frauenklinik durchgeführt und die Aufarbeitung der Biopsate erfolgt - nachdem ein Teil für die histologische Untersuchung abgetrennt wurde - unmittelbar, und zwar mechanisch; die Kryokonservierung erfolgt dann nicht "en bloc", sondern - nach Präparation - in homogenen Lösungen. Unter Verwendung von kryokonservierten Spermatozoen für die ICSI erzielten wir eine durchschnittliche Fertilisationsrate von 55,6% und eine Embryotransferrate von 90,7%. Hieraus errechnet sich eine Schwangerschaftsrate von 23,6% pro Behandlungszyklus und 26% pro Embryotransfer. Von bislang 173 behandelten Patientinnen konzipierten 89 im Sinne einer klinischen Schwangerschaft, was einer Schwangerschaftsrate von 51,4% pro Patientin entspricht. Bis zum Juli 1998 sind bereits 39 gesunde Kinder geboren worden. Diese Ergebnisse zeigen, daß die Verwendung von kryokonservierten testikulären Spermatozoen für die ICSI zu den gleichen Resultaten führt wie die Verwendung von nativen. Im Gegensatz zur Verwendung von nativen testikulären Spermatozoen, die wiederholte Hodenbiopsien erforderlich machen, ist die Kryokonservierung auch noch in logistischer, organisatorischer und finanzieller Hinsicht vorteilhafter und muß demzufolge für die klinische Routine empfohlen werden.
 
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