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Almeling M et al.  
Blutdruckmessung bei Sporttauchern – Methode und erste Ergebnisse

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2005; 9 (2): 7-13

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Abb. 1: Spiroergometrie - Ganzkörperimmersion Abb. 2: Spiroergometrie - Ganzkörperimmersion Abb. 3: Herzfrequenz Abb. 4: Herzfrequenz - Land/Wasser Abb. 5: Blutdruck - Sauerstoffaufnahme - Land/Wasser Abb. 6: Systolische RR-Werte - Land/Wasser Abb. 7: Systolische Blutdruckwerte - Land/Wasser Zum letzten Bild



Keywords: BlutdruckErgometrieHypertonieImmersionSauerstoffSpiroergometrieSporttaucherStudieWasser

In einer Vielzahl von Studien wurde versucht, die Belastung eines Menschen unter vollständiger Immersion mit jener über Wasser zu vergleichen. Dieser Vergleich wird immer wichtiger, da die Zahl der Sporttaucher seit Jahren regelmäßig ansteigt. Es existieren derzeit keine Versuchsanordnungen oder Studien, die in der Lage wären, bei definierter Belastung auch die Blutdruckveränderungen zu erfassen und zu vergleichen. Wir paßten ein mechanisches Ergometer für den Einsatz unter Wasser an (Ganzkörperimmersion) und belasteten 31 Testpersonen bei definierter Belastung über und unter Wasser. Hierfür entwickelten wir die notwendigen Geräte, um die Sauerstoffaufnahme, den Blutdruck und die Herzfrequenz während der Belastung zu erfassen. Die Testpersonen mußten gegen den Widerstand des Ergometers an Land und unter Wasser arbeiten. Hierbei wurde die Belastung stufenweise alle drei Minuten um 30 Watt so lange erhöht, bis die Testperson ihre maximale Belastungsstufe erreicht hatte. Die Ergebnisse der standardisierten Spiroergometrie an Land und in einer Wassertiefe von 1,7 Metern (117 kPa) wurden je Proband sowie in den beiden Gruppen miteinander verglichen. Der systolische Blutdruck „naß“ war verglichen mit den „Trocken“-Werten bei gleicher O2-Aufnahme signifikant höher in Ruhe (∆ 25 mmHg) als auch unter maximaler Belastung (∆ 45 mmHg). Verglich man die Bruttobelastungswerte (Wattzahl am Ergometer plus zusätzlich 32 Watt Wasserwiderstand) „naß“ mit „trocken“ mit Hilfe der systolischen Blutdruckwerte, so waren die Werte unter Wasser signifikant höher. Ebenfalls waren die Herzfrequenzwerte unter Wasser signifikant höher als diejenigen an Land. Vergleichbare Arbeit führte bei Unterwasserbelastung zu signifikant höheren Blutdruck- und Herzfrequenzwerten. Trotz des Fehlens ergänzender Untersuchungen empfehlen wir Personen mit blutdruckbezogenen Risikofaktoren, nicht tauchen zu gehen.
 
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