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Bals-Pratsch M et al.  
Autoimmunthyreopathie und Kinderwunschbehandlung – Überlegungen zu einem empirischen Behandlungskonzept

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2005; 2 (2): 90-95

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Abb. 1: Plazentaschranke Abb. 2: Hypothyreose - Therapie Abb. 3: Autoimmunthyreopathie - Therapie



Keywords: AutoimmunthyreopathieEndokrinologieHashimoto-ThyreoiditisKinderwunschbehandlungReproduktionsmedizinSchilddrüseTherapie

Es ist bekannt, daß Autoimmunerkrankungen den Erfolg der In vitro-Fertilisation (IVF) negativ beeinflussen. In diesem Zusammenhang wird in zahlreichen Studien auf eine verminderte Schwangerschaftsrate und erhöhte Abortrate bei Nachweis von Schilddrüsenautoantikörpern hingewiesen. Die Autoimmunthyreopathie vom Typ Hashimoto als häufigste Autoimmunthyreopathie geht oft mit latenten oder manifesten Hypothyreosen einher. Möglicherweise können die negativen Folgen der Autoimmunthyreopathie auf die reproduktive Funktion sehr effektiv behandelt werden, wenn die Schilddrüsenerkrankung als Autoimmunerkrankung betrachtet und parallel zur IVF-Behandlung neben einer Schilddrüsenhormongabe auch eine antiphlogistisch-immunsuppressive und antikoagulatorische Behandlung mit Prednisolon und Heparin begonnen wird. Erste Untersuchungsergebnisse zeigen, daß durch diese Kombinationsbehandlung der immunologische Infertilitätsfaktor bei der Autoimmunthyreopathie erfolgreich therapiert werden kann. Allerdings ist diese Therapie bisher empirisch und muß gegen die möglichen Nebenwirkungen abgewogen werden. In der Zukunft müssen kontrollierte Studien die Wirksamkeit der medikamentösen Begleitbehandlung bei einer Autoimmunthyreopathie im Rahmen der IVF nachweisen.
 
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