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Pfisterer W et al.  
Operation von Gliomen in der Sprachregion am wachen Patienten

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2005; 6 (2): 23-28

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Abb. 1: Operkuläres Astrozytom-II-Rezidiv Abb. 2: Operkuläres Astrozytom-II-Rezidiv Abb. 3: Operkulär-insuläres Astrozytom III



Keywords: GliomNeurochirurgieNeuronavigationSprachmonitoringStudie

Durch die modernen Techniken der Schnittbildverfahren und die Hilfestellung von neuronavigatorischen Geräten wird die intrakranielle Anatomie für den Neurochirurgen während der Operation immer exakter dargestellt. Die Sprachzentren können jedoch, besonders wenn durch einen Tumor Massenverschiebungen und funktionelle Reorganisationen auftreten, individuell lokalisiert sein. Somit bietet das intraoperative Sprachmonitoring eine maßgebliche Hilfeleistung zur Funktionalitätsüberprüfung bei der Resektion von gliomatösen Tumoren in der dominanten perisylvischen Region. Wir haben 18 Patienten mit einem Gliom in der Sprachregion in Lokalanästhesie unter intraoperativem Sprachmonitoring und unter Zuhilfenahme von Stimulation und Neuronavigation ohne Mortalität und mit geringer Morbidität operiert. Die intraoperative sprachliche Compliance war bei 13 Patienten ausreichend. In 12 Fällen konnte eine totale Tumorresektion erzielt werden. Unmittelbar postoperativ hatten 72 % (motorisch) bzw. 83 % (sensorisch) der Patienten keine und 17 % (motorisch) bzw. 11 % (sensorisch) eine leichte Verschlechterung der Sprache. Drei Monate nach den Operationen hatten 89 % (motorisch) bzw. 94 % (sensorisch) der Patienten eine normale oder nur minimal beeinträchtigte Sprache. Dies spricht für die Zuverlässigkeit der Methode. Junge und kooperative Patienten mit niedergradigen Gliomen stellen die Zielgruppe dar. Diese Methode kann aber auch bei höhergradigen Gliomen zu einer Minimierung des postoperativen Defizits führen und dadurch die Lebensqualität der Patienten verbessern.
 
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