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Vanderzwalmen P et al.  
Vitrifikation von humanen Embryonen in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium

Journal für Fertilität und Reproduktion 1998; 8 (2) (Ausgabe für Österreich): 20-26

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Keywords: FertilitätKryokonservierungReproduktionVitrifikation

Die kontrollierte langsame Kryokonservierung ist zur Zeit Routinemethode bei der Kryokonservierung humaner Embryonen. Durch die Vitrifikation können Schädigungen, wie sie bei den konventionellen Methoden z. B. durch Eisbildung auftreten, ausgeschlossen werden, weil bei der Vitrifikation das Festwerden der Flüssigkeit nicht durch Kristallisation sondern durch Erhöhung der Viskosität beim Abkühlen erzielt wird. Der Einfluß des Entwicklungsstadiums, die weitere Entwicklung der Embryonen sowie die Implantation nach Vitrifikation und Auftauen wurde von uns beobachtet. Die Toxizität der Vitrifikationslösung an humanen pathologisch fertilisierten Embryonen im Morula- bzw. Blastozystenstadium wurde überprüft. Es überlebten 100 % aller vitrifizierten Embryonen (7 Morulae, 5 Blastozysten) mit mehr als 80 % intakten Blastomeren. 43 % (3/7) der Morulae entwickelten sich zu Blastozysten, 20 % (1/5) der Blastozysten, bleiben im Blastozystenstadium. 29 % (2/7) der Morulae und 60 % (3/5) der Blastozysten entwickelten sich zu expandierten Blastozysten. Die in vitro Überlebensrate humaner Embryonen (pathologisch aktiviert) wurde nach einer 2-Schritt-Vitrifikation ausgewertet. Es überlebten 50 % (4) der vitrifizierten Morulae und 57 % (4) der vitrifizierten Blastozysten die Vitrifikation mit > 80 % intakten Zellen, 38 % (3) der Morulae und 29 % (2) der Blastozysten überlebten mit > 50 % intakten Zellen die Vitrifikation und das anschließende Auftauen. 29 % (2/7) der Morulae entwickelten sich zu Blastozysten weiter, 33 % (2/6) der Blastozysten blieben im Blastozystenstadium. 29 % (2/7) der Morulae und 33 % (2/6) der Blastozysten entwickelten sich zu expandierten Blastozysten. Von 34 Patienten wurden 86 Embryonen vitrifiziert (24 im Morulastadium, 23 im frühen Blastozystenstadium und 39 im Blastozystenstadium). 74 % der Embryonen standen für 91 % aller Patienten für einen Transfer zur Verfügung. Die höchste Schwangerschaftsrate (25 %) konnte mit Embryonen nach Vitrifikation im frühen Blastozysten erzielt werden. Die durchschnittliche Schwangerschaftsrate betrug 16 % pro Transfer. Wurden Embryonen im Morulastadium vitrifiziert, so entwickelte sich eine Schwangerschaft nur bei Embryonen, die am Tag 4 im Morulastadium waren. Dies galt auch für frühe Blastozysten. Der Transfer von vitrifizierten Blastozysten, die am Tag 5 im Blastozystenstadium waren, führte zu einer Schwangerschaft. Embryonen, die sich morphologisch langsamer entwickelten ergaben keine Schwangerschaft.
 
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