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Jerkovic L et al.  
Afamin und Vitamin E in der Follikelflüssigkeit von IVF- und ICSI-Patientinnen

Journal für Fertilität und Reproduktion 1998; 8 (4) (Ausgabe für Österreich): 12-20

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Keywords: AfaminFertilitätFollikelflüssigkeitReproduktionVitamin E

Vitamin E wird in humanem Plasma an Lipoproteine gebunden und zu den verschiedenen Organen und Zellen transportiert. Der Vitamin E-Transport in extravaskulären Flüssigkeiten mit geringem Lipoprotein-Gehalt ist hingegen noch ungeklärt. In der vorliegenden Studie wurde ein Vitamin E-bindendes Protein über mehrfache Chromatographie aus humanem Plasma gereinigt und durch partielle Aminosäure-Sequenzierung als Afamin identifiziert. Dieses 87 kDa-Protein wurde als viertes Mitglied der Albumin-Genfamilie kürzlich beschrieben. Durch radioaktive Liganden-Bindung konnten wir zeigen, daß Afamin in der Lage ist, Vitamin E zu binden. Die quantitative Bestimmung von Afamin wurde über einen von uns entwickelten Sandwich-ELISA durchgeführt. Vitamin E wurde mittels HPL-Chromatographie über UV-Detektion quantitativ gemessen. Afamin und Vitamin E wurden in der Follikelflüssigkeit von IVF- und ICSI-Patientinnen gefunden, wenn auch in vergleichsweise niedrigeren Konzentrationen als im Plasma/Serum. Koelution beider Substanzen nach Gelfiltration von nativer Follikelflüssigkeit bestätigte, daß Afamin ein Vitamin E-bindendes Protein in vivo ist. Basierend auf unseren Resultaten folgern wir, daß Afamin als Transportprotein für Vitamin E in der Follikelflüssigkeit dienen kann, und postulieren eine physiologische Bedeutung beider Substanzen für Fertilität und Reproduktion.
 
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